Beryll
Mineral
Ein Mineral, zwei Weltstars: Smaragd und Aquamarin sind derselbe Beryll mit anderer Beimengung.
- Chemische FormelBe₃Al₂Si₆O₁₈
- MineralklasseSilikate und Germanate – Ringsilikate (Cyclosilikate)
- KristallsystemHexagonales Kristallsystem
- Härte (Mohs)2–8
- Dichte2,63–2,97 g/cm³
- Farbevariabel, oft blau, grün, gelb, rosa, rot, weiß, farblos
- StrichfarbeWeiß
- GlanzGlasglanz bis Fettglanz
- Transparenzdurchsichtig bis durchscheinend
- Spaltbarkeitunvollkommen nach {0001}
- Bruchmuschelig bis uneben; spröde
- Strunz-Systematik9.CJ.05
Was es ist
Beryll ist ein Beryllium-Aluminium-Silicat, das in sechsseitigen Säulen kristallisiert und in reiner Form farblos wäre. Farbe bekommt es erst durch Spurenelemente: Chrom und Vanadium färben grün und machen daraus Smaragd, zweiwertiges Eisen färbt blau zum Aquamarin, Mangan rosa zum Morganit, Eisen in anderer Wertigkeit gelb zum Heliodor.
Mit einer Härte von 7,5 bis 8 ist Beryll hart genug für den täglichen Schmuckgebrauch, aber er spaltet und ist stoßempfindlich — ein Grund, warum Smaragde meist im rechteckigen Treppenschliff mit abgeschrägten Ecken gefasst werden, dem sogenannten Smaragdschliff.
Wirtschaftlich zählt Beryll außerdem als wichtigstes Berylliumerz. Das Metall ist extrem leicht, steif und durchlässig für Röntgenstrahlen; es steckt in Fenstern von Röntgenröhren, in Legierungen für funkenfreie Werkzeuge und in Bauteilen der Raumfahrt. Berylliumstaub ist allerdings hochgiftig und verursacht eine chronische Lungenerkrankung, weshalb die Verarbeitung streng geregelt ist.
Verwechslungsgefahr Chrysoberyll, Apatit, Spinell, Brasilianit, Turmalingruppe
Woher es kommt
- Typlokalität Mons Smaragdus
- Typlokalität indischer Subkontinent
Varietäten
Quellen
- Wikidata · CC0 1.0
- Wikipedia (deutschsprachig), Infobox Mineral · CC BY-SA 4.0