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Smaragd
Varietät von Beryll
Grüner Beryll mit Chrom — und ein Stein, dessen Einschlüsse man nicht als Makel liest, sondern als Herkunftsnachweis.
- Chemische FormelBe₃Al₂Si₆O₁₈
- MineralklasseSilikate und Germanate – Ringsilikate (Cyclosilikate)
- KristallsystemHexagonales Kristallsystem
- Härte (Mohs)7,5–8
- Dichte2,63–2,97 g/cm³
- Farbegrün bis tiefgrün
- StrichfarbeWeiß
- GlanzGlasglanz bis Fettglanz
- Transparenzdurchsichtig, meist mit Einschlüssen
- Spaltbarkeitunvollkommen nach {0001}
- Bruchmuschelig bis uneben; spröde
- Strunz-Systematik9.CJ.05
Einige Angaben gelten für das Stammmineral Beryll — Smaragd ist eine Varietät davon und teilt seine Kristallstruktur.
Was es ist
Smaragd ist die grüne Varietät des Berylls, gefärbt durch Chrom, manchmal zusätzlich Vanadium. Damit beides zusammenkommt, braucht es einen geologischen Zufall: Beryllium stammt aus granitischen Schmelzen, Chrom aus ganz anderen, ursprünglich erdmantelnahen Gesteinen. Nur wo beide Bereiche aneinandergeraten, kann Smaragd wachsen — deshalb ist er so viel seltener als Aquamarin.
Fast jeder Smaragd enthält Risse und Einschlüsse; die Branche nennt sie jardin, Garten. Ein völlig sauberer Smaragd ist verdächtiger als ein leicht eingeschlossener, und Fachleute lesen aus den Einschlüssen die Herkunft: kolumbianische Steine zeigen typischerweise Dreiphaseneinschlüsse aus Flüssigkeit, Gasblase und Salzkristall.
Weil die Risse bis an die Oberfläche reichen, werden nahezu alle Smaragde mit Öl oder Kunstharz gefüllt, um sie klarer wirken zu lassen. Das ist Handelsbrauch, muss aber angegeben werden — und es hat Folgen für die Pflege: Ultraschallbäder und heißes Wasser treiben die Füllung aus.
Die bedeutendsten Vorkommen liegen in Kolumbien (Muzo, Chivor), Sambia und Brasilien; die ägyptischen Minen am Roten Meer, aus denen die Steine der Antike stammten, sind erschöpft.
Woher es kommt
Brasilien · Kolumbien · Norwegen · Österreich
Diese Länder sind aus dem Wikipedia-Artikel gelesen, nicht gewichtet: Sie sagen, wo der Stein vorkommt, nicht wie viel davon. Zu jedem Eintrag ist der Satz gespeichert, in dem er stand.
Wie es entstand
Es wächst in Pegmatiten: den zuletzt erstarrenden, wasserreichen Resten einer Schmelze. Dort ist Platz und Zeit — deshalb kommen aus Pegmatiten die größten Kristalle.
Die Bildungsart ist aus dem Wikipedia-Artikel gelesen: Es zählt das Bildungsmilieu, das dort zuerst genannt wird. Viele Minerale entstehen auf mehreren Wegen; der Satz, aus dem dieser Wert stammt, ist als Beleg gespeichert.
Wozu es dient
- Schmuckstein; kräftig grüne Stücke erzielen mehr als ein gleich großer Diamant (Schmuck)
Was ihm zugeschrieben wird
Überlieferung, keine Wirkung. Was hier steht, gibt wieder, was in Steinheilkunde, Farblehre und Astrologie über die Jahrhunderte zugeschrieben wurde. Für eine gesundheitliche Wirkung von Steinen gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis. Bei Beschwerden gehört der Weg zur Ärztin oder zum Arzt, nicht zum Stein.
Der Abbau beginnt im alten Ägypten; nach der Eroberung Südamerikas lösten die kolumbianischen Minen von Muzo die ägyptischen Quellen ab. Viele Kulturen zählten den Smaragd zu den wertvollsten Steinen überhaupt.
- ChakraHerzchakra (Anahata)
- SternzeichenKrebs
- ElementWasser
- PlanetMond
- Geburtsstein im MonatMai
- Überliefert seitAltes Ägypten
Woher diese Angaben kommen: das Chakra folgt in der Steinheilkunde der Leitfarbe; Element und Planet sind aus dem Sternzeichen abgeleitet (Trigon und klassischer Herrscherplanet), nicht eigens überliefert; der Monatsstein folgt der heute gebräuchlichen Liste des GIA (Stand 2019). Die Herleitung steht offen da, weil eine Ableitung keine Überlieferung ist — mehr dazu im Himmelsregister.
Die Farbe
Grün liegt in der Mitte des sichtbaren Spektrums; das Auge sieht davon mehr Abstufungen als von jeder anderen Farbe. In der Farbenlehre gilt es als die ruhende Farbe — weder vor- noch zurückdrängend.
Die Zuordnung zum Chakra folgt in der Steinheilkunde der Farbe. Wir legen diese Ableitung offen, statt sie als überliefertes Einzelwissen auszugeben — alle Steine nach Chakra.
Sein Ton
639 Hz · Tonsilbe Fa · Herzchakra (Anahata)
Die Hörprobe ist ein erzeugter Ton, kein aufgenommenes Instrument: Grundton mit zwei Obertönen, nachgemessen auf die angegebene Frequenz. Woher die Frequenzen kommen
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Quellen
- geomaneo — eigene Zusammenstellung · eigenes Werk
- Wikidata · CC0 1.0
- Wikipedia (englisch), Artikel »Birthstone« · CC BY-SA 4.0
Im Laden
Smaragd · Trommelsteine, 500 g · 27,90 €
Der Artikel liegt in unserem eigenen Laden laden.geomaneo.de. Es ist ein Naturprodukt: Farbe, Form und Größe weichen von Stück zu Stück ab. Der Fundort dieses Stücks ist uns nicht bekannt — der Lieferant belegt ihn nicht, und was auf dieser Seite über Vorkommen steht, gilt für das Mineral, nicht für die verkaufte Ware.
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