Sodalith
Mineral
Tiefblau, aber kein Lapislazuli — und unter ultraviolettem Licht leuchtet manche Varietät orange.
- Chemische FormelNa₄Si₃Al₃O₁₂Cl
- MineralklasseSilicate und Germanate
- KristallsystemKubisches Kristallsystem
- Härte (Mohs)6
- Dichte2,27–2,33 g/cm³
- Farbefarblos, weiß, gelblich, grünlich, hell- bis dunkelblau, rötlich; in dünnen Schichten farblos bis grau
- StrichfarbeWeiß
- GlanzGlasglanz, Fettglanz
- Transparenzdurchsichtig bis durchscheinend
- Spaltbarkeitundeutlich nach {110}
- Bruchuneben bis muschelig
- Strunz-Systematik9.FB.10
Was es ist
Sodalith ist ein Natrium-Aluminium-Silicat mit Chlor und gehört zu den Feldspatvertretern — Mineralen, die dort wachsen, wo für echten Feldspat zu wenig Kieselsäure vorhanden ist. Die Farbe ist ein kräftiges, oft ins Violette spielendes Blau mit weißen Calcitadern.
Er ist der wichtigste blaue Bestandteil des Lapislazuli, wird aber auch für sich als Werkstein verarbeitet. Der Unterschied zum Lapislazuli ist im Handel bedeutsam: Sodalith zeigt keine Pyriteinsprenglinge, wirkt matter und ist deutlich preiswerter.
Einige Varietäten, besonders aus Grönland und Kanada, zeigen unter langwelligem ultraviolettem Licht eine leuchtend orangefarbene Fluoreszenz; der grönländische Hackmanit wechselt sogar bei Sonnenlicht die Farbe und verblasst, um im Dunkeln wieder nachzudunkeln.
Große Vorkommen liegen in Brasilien, Kanada (Bancroft in Ontario) und Namibia. Als Dekorstein wird Sodalith zu Platten, Fensterbänken und Kugeln verarbeitet.
Verwechslungsgefahr Lapislazuli ist ein Gestein mit Pyriteinschlüssen und tieferem Blau; Sodalith fehlen die goldenen Flitter fast immer.
Woher es kommt
- Typlokalität Ilimmaasaq-Komplex
Quellen
- Wikidata · CC0 1.0
- Wikipedia (deutschsprachig), Infobox Mineral · CC BY-SA 4.0