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Sphalerit
Mineral
Zinkblende — das wichtigste Zinkerz, und ein Mineral, das Sammler wegen seines Feuers schätzen.
- Chemische FormelZnS
- MineralklasseSulfide und Sulfosalze
- KristallsystemKubisches Kristallsystem
- Härte (Mohs)3,5–4
- Dichte4,14114 g/cm³
- Farbefarblos, rot, grün, gelb, braun bis schwarz durch Gehalt an Eisensulfid
- Strichfarbegelblich bis dunkelbraun, nie schwarz
- GlanzDiamantglanz
- Transparenzdurchsichtig bis schwach durchscheinend
- Spaltbarkeitvollkommen nach {110}
- Bruchmuschelig; spröde
- Strunz-Systematik2.CB.05a
Was es ist
Sphalerit ist Zinksulfid und der bedeutendste Zinklieferant. Sein Erscheinungsbild wechselt so stark, dass er seinen Namen davon hat: griechisch sphaleros, trügerisch. Reines Zinksulfid ist farblos bis honiggelb; mit steigendem Eisengehalt wird er braun bis schwarz — die dunkle Varietät heißt Marmatit.
Klare, eisenarme Kristalle haben eine sehr hohe Lichtbrechung und eine stärkere Farbzerstreuung als Diamant. Facettiert zeigen sie ein außergewöhnliches Feuer; mit Härte 3,5 bis 4 und vollkommener Spaltbarkeit sind sie allerdings reine Sammlersteine.
Sphalerit tritt meist zusammen mit Galenit auf und enthält häufig Beimengungen, die ihn zur einzigen wirtschaftlichen Quelle mehrerer seltener Metalle machen: Indium für die transparenten Leiterschichten in Bildschirmen, Gallium für Leuchtdioden, Germanium für Infrarotoptik und Glasfasern, dazu Cadmium.
Zink selbst schützt Stahl vor Rost — der weitaus größte Teil geht in die Feuerverzinkung. Ohne Sphalerit gäbe es weder verzinkte Leitplanken noch Messing.
Verwechslungsgefahr Chrysoberyll, Kassiterit, Rutil, Magnetit, Scheelit, Sinhalit, Tetraedrit, Topas, Zirkon
Woher es kommt
Vereinigte Staaten
Diese Länder sind aus dem Wikipedia-Artikel gelesen, nicht gewichtet: Sie sagen, wo der Stein vorkommt, nicht wie viel davon. Zu jedem Eintrag ist der Satz gespeichert, in dem er stand.
Wie es entstand
Es scheidet sich aus heißen, wässrigen Lösungen ab, die durch Spalten im Gestein aufsteigen und beim Abkühlen ihre Fracht zurücklassen. So entstehen Gänge, Klüfte und Drusen.
Die Bildungsart ist aus dem Wikipedia-Artikel gelesen: Es zählt das Bildungsmilieu, das dort zuerst genannt wird. Viele Minerale entstehen auf mehreren Wegen; der Satz, aus dem dieser Wert stammt, ist als Beleg gespeichert.
Wozu es dient
- Hauptquelle der Zink- und Cadmiumgewinnung, rund 67 Prozent Zink (Bergbau)
Was ihm zugeschrieben wird
Überlieferung, keine Wirkung. Was hier steht, gibt wieder, was in Steinheilkunde, Farblehre und Astrologie über die Jahrhunderte zugeschrieben wurde. Für eine gesundheitliche Wirkung von Steinen gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis. Bei Beschwerden gehört der Weg zur Ärztin oder zum Arzt, nicht zum Stein.
Der Name kommt von griechisch „sphaleros“, heimtückisch: Der Stein hat Gewicht und Glanz eines Metallerzes, gab bis ins 18. Jahrhundert aber keines her. Bergleute nannten ihn deshalb Blende.
- ChakraWurzelchakra (Muladhara)
Woher diese Angaben kommen: das Chakra folgt in der Steinheilkunde der Leitfarbe. Die Herleitung steht offen da, weil eine Ableitung keine Überlieferung ist — mehr dazu im Himmelsregister.
Die Farbe
Braun ist kein Spektralton, sondern verdunkeltes Orange. Es ist die Farbe von Erde, Holz und Gebranntem und gilt in der Farbenlehre als die bodenständigste aller Farben.
Die Zuordnung zum Chakra folgt in der Steinheilkunde der Farbe. Wir legen diese Ableitung offen, statt sie als überliefertes Einzelwissen auszugeben — alle Steine nach Chakra.
Sein Ton
396 Hz · Tonsilbe Ut · Wurzelchakra (Muladhara)
Die Hörprobe ist ein erzeugter Ton, kein aufgenommenes Instrument: Grundton mit zwei Obertönen, nachgemessen auf die angegebene Frequenz. Woher die Frequenzen kommen
Sehen
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Varietäten
Quellen
- Wikidata · CC0 1.0
- Wikipedia (deutschsprachig), Infobox Mineral · CC BY-SA 4.0
- geomaneo — eigene Zusammenstellung · eigenes Werk
In Wasser
⛔ Sphalerit gibt etwas ab: Cadmium. Zinkblende führt regelmäßig Cadmium — ein Schwermetall, das sich im Körper anreichert. Dieser Stein gehört nicht in ein Trinkglas, eine Karaffe oder einen Wasserkrug — auch nicht kurz. Was ins Wasser gehört und was nicht.
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- mindat.orgdie größte offene Mineraliendatenbank - Daten, Fundorte, Fotos
- Mineralienatlasdeutschsprachiges Lexikon mit Fundstellenverzeichnis
- Webmineralkristallographische und physikalische Kennwerte
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