Sphalerit
Mineral
Zinkblende — das wichtigste Zinkerz, und ein Mineral, das Sammler wegen seines Feuers schätzen.
- Chemische FormelZnS
- MineralklasseSulfide und Sulfosalze
- KristallsystemKubisches Kristallsystem
- Härte (Mohs)3,5–4
- Dichte4141,14 g/cm³
- Farbefarblos, rot, grün, gelb, braun bis schwarz durch Gehalt an Eisensulfid
- Strichfarbegelblich bis dunkelbraun, nie schwarz
- GlanzDiamantglanz
- Transparenzdurchsichtig bis schwach durchscheinend
- Spaltbarkeitvollkommen nach {110}
- Bruchmuschelig; spröde
- Strunz-Systematik2.CB.05a
Was es ist
Sphalerit ist Zinksulfid und der bedeutendste Zinklieferant. Sein Erscheinungsbild wechselt so stark, dass er seinen Namen davon hat: griechisch sphaleros, trügerisch. Reines Zinksulfid ist farblos bis honiggelb; mit steigendem Eisengehalt wird er braun bis schwarz — die dunkle Varietät heißt Marmatit.
Klare, eisenarme Kristalle haben eine sehr hohe Lichtbrechung und eine stärkere Farbzerstreuung als Diamant. Facettiert zeigen sie ein außergewöhnliches Feuer; mit Härte 3,5 bis 4 und vollkommener Spaltbarkeit sind sie allerdings reine Sammlersteine.
Sphalerit tritt meist zusammen mit Galenit auf und enthält häufig Beimengungen, die ihn zur einzigen wirtschaftlichen Quelle mehrerer seltener Metalle machen: Indium für die transparenten Leiterschichten in Bildschirmen, Gallium für Leuchtdioden, Germanium für Infrarotoptik und Glasfasern, dazu Cadmium.
Zink selbst schützt Stahl vor Rost — der weitaus größte Teil geht in die Feuerverzinkung. Ohne Sphalerit gäbe es weder verzinkte Leitplanken noch Messing.
Verwechslungsgefahr Chrysoberyll, Kassiterit, Rutil, Magnetit, Scheelit, Sinhalit, Tetraedrit, Topas, Zirkon
Quellen
- Wikidata · CC0 1.0
- Wikipedia (deutschsprachig), Infobox Mineral · CC BY-SA 4.0