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Spinell
Bild: No machine-readable author provided. S kitahashi assumed (based on copyright claims). · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Spinell

Mineral

Jahrhundertelang für Rubin gehalten — zwei der berühmtesten „Rubine" der Kronjuwelen sind Spinelle.

  • Chemische FormelMgAl₂O₄
  • MineralklasseOxide und Hydroxide
  • KristallsystemKubisches Kristallsystem
  • Härte (Mohs)8
  • Dichte3582,14 g/cm³
  • Farbefarblos, rot, orange, gelb, grün, blau, indigo, violett, braun, schwarz
  • StrichfarbeWeiß
  • GlanzGlasglanz, matt
  • Transparenzdurchsichtig bis fast undurchsichtig
  • Spaltbarkeitundeutlich nach {111}
  • Bruchmuschelig bis uneben; splittrig, spröde
  • Strunz-Systematik4.BB.05

Was es ist

Spinell ist ein Magnesium-Aluminium-Oxid, das in oktaedrischen Kristallen wächst und in fast allen Farben vorkommt. Rote Spinelle wurden bis ins 18. Jahrhundert nicht von Rubinen unterschieden, denn sie treten in denselben Lagerstätten auf, haben ähnliche Farbe und ähnliche Härte. Erst die Kristallografie trennte beide.

Die Folgen stehen bis heute in Vitrinen: Der „Schwarze Prinz-Rubin" in der britischen Imperial State Crown und der Timur-Rubin sind Spinelle. Auch in der russischen Zarenkrone sitzt ein großer roter Spinell.

Unterscheiden lassen sich beide leicht, wenn man weiß, worauf zu achten ist: Spinell ist einfachbrechend, Rubin doppelbrechend; Spinell bildet Oktaeder, Korund sechsseitige Prismen und Tafeln. Fachlich ist Spinell heute wieder gefragt, weil er in aller Regel unbehandelt in den Handel kommt — eine Seltenheit unter den farbigen Schmucksteinen.

Synthetischer Spinell wird seit Anfang des 20. Jahrhunderts hergestellt und diente lange als preiswerter Ersatzstein für Aquamarin, Saphir oder Zirkon in Schulringen und Modeschmuck.

Verwechslungsgefahr Magnesioferrit, Hercynit, Magnetit

Quellen