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Aquamarin
Bild: Gunnar Ries Amphibol · CC BY-SA 2.5 · Wikimedia Commons

Aquamarin

Varietät · Varietät von Beryll

Blauer Beryll — die Farbe kommt von Eisen und lässt sich durch Erhitzen von Grün nach Blau drehen.

  • Chemische FormelBe₃Al₂Si₅O₁₈
  • MineralklasseSilikate und Germanate – Ringsilikate (Cyclosilikate)
  • KristallsystemHexagonales Kristallsystem
  • Härte (Mohs)2–8
  • Dichte2,63–2,97 g/cm³
  • Farbehellblau bis blaugrün
  • StrichfarbeWeiß
  • GlanzGlasglanz bis Fettglanz
  • Transparenzdurchsichtig
  • Spaltbarkeitunvollkommen nach {0001}
  • Bruchmuschelig bis uneben; spröde
  • Strunz-Systematik9.CJ.05

Einige Angaben gelten für das Stammmineral Beryll — Aquamarin ist eine Varietät davon und teilt seine Kristallstruktur.

Was es ist

Aquamarin ist die blaue bis blaugrüne Varietät des Berylls; verantwortlich ist zweiwertiges Eisen im Kristallgitter. Anders als der Smaragd wächst er in sauberen, oft großen Kristallen — Stücke von mehreren Kilogramm sind keine Seltenheit, der größte bekannte Kristall aus Brasilien wog über hundert Kilogramm.

Nahezu jeder Aquamarin im Handel ist erhitzt. Bei etwa 400 Grad wandelt sich das dreiwertige Eisen, das den grünlichen Ton verursacht, und zurück bleibt ein reines Blau. Die Behandlung ist stabil und nicht nachweisbar rückgängig zu machen; sie gilt im Handel als üblich.

Aquamarin ist deutlich pleochroitisch: Je nach Blickrichtung erscheint derselbe Kristall farblos oder kräftig blau. Ein guter Schleifer richtet den Stein so aus, dass die intensivste Richtung nach oben zeigt — bei langen Kristallen kostet das viel Material, weshalb große, tief gefärbte Steine überproportional teuer sind.

Hauptvorkommen: Minas Gerais in Brasilien, dazu Pakistan, Nigeria, Madagaskar und Russland.

Quellen