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Korund
Bild: Auckland Museum Collections from Auckland, Aotearoa New Zealand · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Korund

Mineral

Nach dem Diamanten das härteste natürliche Mineral — als Rubin rot, als Saphir alles andere.

  • Chemische FormelAl₂O₃
  • MineralklasseOxide und Hydroxide
  • KristallsystemTrigonales Kristallsystem
  • Härte (Mohs)9
  • Dichte3,98–4,1 g/cm³
  • Farbefarblos, durch Verunreinigungen variabel gefärbt, fast alle Farbtöne sind möglich
  • StrichfarbeWeiß
  • GlanzGlas- bis Diamantglanz, oft etwas „fettig“; Perlmuttglanz auf der Basis und auf Absonderungsflächen; Seidenglanz bei Sternsaphir/-rubin, Girasol und Saphir-/Rubin-Katzenauge
  • Transparenzdurchscheinend bis durchsichtig, Schmirgel ist opak
  • Spaltbarkeitfehlt, dafür Teilbarkeit nach {102} und {0001}
  • BruchMuscheliger Bruch
  • Strunz-Systematik4.CB.05

Was es ist

Korund ist Aluminiumoxid und steht mit der Härte 9 auf der Mohsskala unmittelbar unter dem Diamanten. Reiner Korund ist farblos; erst Spurenelemente machen ihn zum Schmuckstein: Chrom färbt rot, dann heißt er Rubin, alle anderen Farben laufen unter dem Namen Saphir, wobei Eisen und Titan gemeinsam das klassische Blau erzeugen.

Die Härte ist der Grund, warum Korund industriell weit wichtiger ist als in der Schmuckvitrine. Als Schleifmittel — natürlich als Schmirgel, überwiegend aber synthetisch als Elektrokorund — steckt er in Schleifscheiben, Schleifpapier und Poliermitteln. Dazu kommen Lagersteine in mechanischen Uhren, kratzfeste Uhrgläser und Fenster für optische Geräte.

Synthetischer Korund wird seit 1902 im Verneuil-Verfahren hergestellt: Aluminiumoxidpulver rieselt durch eine Knallgasflamme und wächst tropfenweise zu einer Birne. Das Verfahren war die erste industrielle Edelsteinsynthese überhaupt und lieferte binnen weniger Jahre mehr Rubine, als je gefunden worden waren.

Verwechslungsgefahr Spinell

Varietäten

Rubin · Saphir

Quellen