Rubin
Varietät · Varietät von Korund
Roter Korund. Ein Chromgehalt von wenigen Zehntelprozent entscheidet über den Wert.
- Chemische FormelAl₂O₃
- MineralklasseOxide und Hydroxide
- KristallsystemTrigonales Kristallsystem
- Härte (Mohs)9–9,5
- Dichte4,045 g/cm³
- Farberot bis purpurrot
- StrichfarbeWeiß
- GlanzGlas- bis Diamantglanz, oft etwas „fettig“; Perlmuttglanz auf der Basis und auf Absonderungsflächen; Seidenglanz bei Sternsaphir/-rubin, Girasol und Saphir-/Rubin-Katzenauge
- Transparenzdurchsichtig bis durchscheinend
- Spaltbarkeitfehlt, dafür Teilbarkeit nach {102} und {0001}
- BruchMuscheliger Bruch
- Strunz-Systematik4.CB.05
Was es ist
Rubin ist die rote Varietät des Korunds, gefärbt durch Chrom, das einzelne Aluminiumplätze im Gitter besetzt. Schon wenige Zehntelprozent genügen für ein kräftiges Rot; mehr Chrom bringt zugleich mehr innere Spannung und damit mehr Risse — einer der Gründe, warum große, saubere Rubine seltener sind als vergleichbare Saphire oder Smaragde.
Chrom bewirkt außerdem eine starke rote Fluoreszenz. Unter Sonnenlicht oder ultraviolettem Licht leuchtet ein Rubin regelrecht von innen; besonders bei burmesischen Steinen ohne Eisenbeimengung ist der Effekt ausgeprägt und trägt zum berühmten „Taubenblut" bei.
Dieselbe Fluoreszenz machte den Rubin zum ersten Lasermaterial: 1960 erzeugte Theodore Maiman mit einem synthetischen Rubinstab den ersten funktionierenden Laser der Geschichte.
Die klassischen Vorkommen liegen im Mogok-Tal in Myanmar, dazu Thailand, Sri Lanka, Madagaskar und seit den 2000er Jahren Mosambik. Behandlungen sind die Regel: Erhitzen zur Farbverbesserung gilt als üblich, das Füllen von Rissen mit Bleiglas dagegen als starke Behandlung, die den Wert deutlich mindert und angegeben werden muss.
Quellen
- Wikidata · CC0 1.0
- geomaneo — eigene Zusammenstellung · eigenes Werk