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Labradorit
Bild: Gregory Phillips · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Labradorit

Mineral

Ein grauer Stein, der beim Drehen blau und grün aufleuchtet — Licht, das sich in Lamellen bricht.

  • Chemische Formel(Ca,Na)Al(Si,Al)3O8
  • MineralklasseGerüstsilikate; Feldspatgruppe (Anorthoklas-Anorthit-Banalsit-Serie)
  • KristallsystemTriklines Kristallsystem
  • Härte (Mohs)6,3
  • Dichte2,695 g/cm³
  • Farbefarblos, weiß bis dunkelgrau, grün
  • StrichfarbeWeiß
  • GlanzGlasglanz bis matt
  • Transparenzdurchsichtig bis durchscheinend
  • Spaltbarkeitvollkommen nach (001), gut nach (010)
  • Bruchuneben bis muschelig
  • Strunz-Systematik9.FA.35

Was es ist

Labradorit ist ein Plagioklas-Feldspat mit etwa gleichen Anteilen von Natrium und Calcium. Für sich genommen ist er unscheinbar grau. Sein Ruf beruht auf einem optischen Effekt: Beim Abkühlen entmischt sich der Kristall in hauchdünne, wechselnde Lamellen zweier Zusammensetzungen. Sind diese Schichten so dick wie die Wellenlänge des Lichts, entsteht Interferenz — je nach Blickwinkel leuchtet die Fläche blau, grün, golden oder violett auf.

Der Effekt heißt nach dem Stein Labradoreszenz. Er ist streng richtungsabhängig: Kippt man den Stein wenige Grad, verschwindet das Farbenspiel vollständig. Beim Schleifen muss die Fläche deshalb genau parallel zu den Lamellen liegen, sonst bleibt der Stein grau.

Entdeckt wurde er 1770 auf der Halbinsel Labrador in Kanada. Die farbenprächtigsten Stücke, unter dem Namen Spektrolith gehandelt, stammen aus Finnland; große Mengen für Dekorplatten kommen aus Madagaskar und der Ukraine.

Verwechslungsgefahr Andesin

Quellen