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Lapislazuli
Gestein
Ein Gestein, kein Mineral — und die Quelle des teuersten Blaus der Kunstgeschichte.
- Härte (Mohs)5,5
- FarbeBlau
Was es ist
Lapislazuli ist ein Gestein aus mehreren Bestandteilen: Hauptträger der Farbe ist Lasurit, dazu kommen weißer Calcit und die goldglänzenden Pyritflitter, die ein gutes Stück auszeichnen. Genau diese Zusammensetzung unterscheidet ihn vom einfarbigen Sodalith.
Seine Geschichte hängt an einem einzigen Ort: den Minen von Sar-e Sang im afghanischen Badachschan, die seit über sechstausend Jahren abgebaut werden. Von dort kam der Lapis für die Grabbeigaben Tutanchamuns, für mesopotamische Siegel und für das Ultramarin der Renaissance.
Die Herstellung dieses Pigments war aufwendig: Das Gestein musste gemahlen, mit Wachs und Harz geknetet und ausgelaugt werden, um das Blau von den grauen Beimengungen zu trennen. Ultramarin kostete deshalb mehr als Gold, und Verträge legten ausdrücklich fest, wie viel davon ein Maler für den Mantel der Madonna verwenden durfte. Erst 1826 gelang die synthetische Herstellung — der Preis fiel auf einen Bruchteil.
Gefärbter Jaspis und eingefärbter Howlith werden als Lapis verkauft; ein Tropfen Aceton auf einer unauffälligen Stelle entlarvt die Färbung.
Woher es kommt
Chile · Iran · Vereinigte Staaten · Ägypten
Diese Länder sind aus dem Wikipedia-Artikel gelesen, nicht gewichtet: Sie sagen, wo der Stein vorkommt, nicht wie viel davon. Zu jedem Eintrag ist der Satz gespeichert, in dem er stand.
Wie es entstand
Es bildet sich, wenn vorhandenes Gestein unter Druck und Hitze umgebaut wird, ohne zu schmelzen — die Bausteine ordnen sich neu.
Die Bildungsart ist aus dem Wikipedia-Artikel gelesen: Es zählt das Bildungsmilieu, das dort zuerst genannt wird. Viele Minerale entstehen auf mehreren Wegen; der Satz, aus dem dieser Wert stammt, ist als Beleg gespeichert.
Wozu es dient
- Schmuck- und Baustein seit mindestens 7000 Jahren (Schmuck)
- Ultramarin — bis ins 19. Jahrhundert das teuerste Blau der Malerei (Farben)
Was ihm zugeschrieben wird
Überlieferung, keine Wirkung. Was hier steht, gibt wieder, was in Steinheilkunde, Farblehre und Astrologie über die Jahrhunderte zugeschrieben wurde. Für eine gesundheitliche Wirkung von Steinen gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis. Bei Beschwerden gehört der Weg zur Ärztin oder zum Arzt, nicht zum Stein.
Lapislazuli ist der Stein, aus dem Ultramarin wurde — bis zur Erfindung des künstlichen Pigments im 19. Jahrhundert das teuerste Blau der Malerei, teurer als Gold. Als Schmuckstein wird er seit mindestens siebentausend Jahren genutzt; die Ikonostase der Petersburger Isaakskathedrale und ein Zimmer im Potsdamer Orangerieschloss sind aus ihm gebaut.
Überliefert als Schmuck, als Pigment und als Baustein — die drei Verwendungen sind gleich alt.
- ChakraStirnchakra (Ajna)
- Überliefert seitSeit mindestens 7000 Jahren als Schmuckstein genutzt.
Woher diese Angaben kommen: das Chakra folgt in der Steinheilkunde der Leitfarbe. Die Herleitung steht offen da, weil eine Ableitung keine Überlieferung ist — mehr dazu im Himmelsregister.
Die Farbe
Blau ist die kühlste Farbe des Spektrums und die einzige, die in der Natur als Pigment selten ist — deshalb war blauer Farbstoff über Jahrhunderte kostbarer als jeder andere.
Die Zuordnung zum Chakra folgt in der Steinheilkunde der Farbe. Wir legen diese Ableitung offen, statt sie als überliefertes Einzelwissen auszugeben — alle Steine nach Chakra.
Sein Ton
852 Hz · Tonsilbe La · Stirnchakra (Ajna)
Die Hörprobe ist ein erzeugter Ton, kein aufgenommenes Instrument: Grundton mit zwei Obertönen, nachgemessen auf die angegebene Frequenz. Woher die Frequenzen kommen
Sehen
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Quellen
- Wikidata · CC0 1.0
- geomaneo — eigene Zusammenstellung · eigenes Werk
In Wasser
⛔ Lapislazuli gibt etwas ab: Pyrit-Einschlüsse. Die goldenen Sprenkel, für die man ihn liebt, SIND Pyrit — mit allem, was oben dazu steht. Dieser Stein gehört nicht in ein Trinkglas, eine Karaffe oder einen Wasserkrug — auch nicht kurz. Was ins Wasser gehört und was nicht.
Im Laden
Lapislazuli · Trommelsteine, 227 g · 22,90 €
Der Artikel liegt in unserem eigenen Laden laden.geomaneo.de. Es ist ein Naturprodukt: Farbe, Form und Größe weichen von Stück zu Stück ab. Der Fundort dieses Stücks ist uns nicht bekannt — der Lieferant belegt ihn nicht, und was auf dieser Seite über Vorkommen steht, gilt für das Mineral, nicht für die verkaufte Ware.
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