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Topas
Bild: Didier Descouens · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Topas

Mineral

Härte 8 und eine perfekte Spaltbarkeit — hart genug für alles, empfindlich gegen einen Schlag.

  • Chemische FormelAl₂SiO₄F₂
  • MineralklasseInselsilikate mit tetraederfremden Anionen (Neso-Subsilikate).
  • KristallsystemOrthorhombisches Kristallsystem
  • Härte (Mohs)8
  • Dichte3,53 g/cm³
  • Farbevariabel, oft gelbbraun, blau, violett, rot, farblos
  • StrichfarbeWeiß
  • GlanzGlasglanz
  • Transparenzdurchsichtig, durchscheinend
  • Spaltbarkeitvollkommen nach (001)
  • Bruchmuschelig, uneben
  • Strunz-Systematik9.AF.35

Was es ist

Topas ist ein Aluminium-Silicat mit Fluor und Hydroxid, das in prismatischen Kristallen wächst. Mit einer Mohshärte von 8 markiert er eine eigene Stufe der Härteskala und wird nur von Korund und Diamant übertroffen. Diese Härte täuscht allerdings: Topas besitzt eine vollkommene Spaltbarkeit quer zur Längsachse. Ein Schlag in die richtige Richtung teilt einen Kristall glatt in zwei Hälften — Schleifer und Juweliere behandeln ihn deshalb vorsichtiger, als seine Härte vermuten ließe.

Natürlich kommt Topas farblos, gelb, braun, blassblau und selten rosa vor. Der begehrteste Farbton ist ein warmes Orangerot mit rosa Stich, nach der brasilianischen Fundstelle Ouro Preto als Imperialtopas gehandelt. Die intensiv blauen Topase des Massenmarktes sind dagegen fast ausnahmslos bestrahlte und anschließend erhitzte farblose Steine — ein seit den 1970er Jahren übliches Verfahren.

Topas kristallisiert in Pegmatiten und in Hohlräumen von Rhyolithen. Riesenkristalle sind bekannt: Aus Minas Gerais stammen Stücke von mehreren hundert Kilogramm.

Quellen