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Onyx
Bild: Simon Eugster -- Simon 14:41, 11 April 2006 (UTC) · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Onyx

Varietät · Varietät von Quarz

Schwarzweiß in geraden Lagen geschichteter Chalcedon — im Handel meist einfarbig schwarz gefärbt.

  • Chemische FormelSiO₂
  • MineralklasseOxide und Hydroxide
  • KristallsystemTrigonales Kristallsystem
  • Härte (Mohs)7
  • Dichte2,659 g/cm³
  • Farbeschwarz-weiß gebändert, im Handel meist einfarbig schwarz
  • StrichfarbeSchwarz
  • GlanzGlasglanz auf Prismenflächen, Fettglanz auf Bruchflächen
  • Transparenzundurchsichtig
  • Spaltbarkeitkeine
  • BruchMuscheliger Bruch
  • Strunz-Systematik4.DA.05

Was es ist

Echter Onyx ist ein Chalcedon mit geraden, parallelen Bändern, klassisch schwarz und weiß. Genau diese Schichtung machte ihn zum bevorzugten Material für Kameen: Der Steinschneider arbeitet die weiße Lage zu einem erhabenen Bild heraus und lässt die schwarze als Hintergrund stehen. Die berühmten römischen Kameen sind auf diese Weise entstanden, viele davon aus dem verwandten Sardonyx mit braunen statt schwarzen Lagen.

Was heute als Onyx verkauft wird, ist fast immer etwas anderes: gleichmäßig tiefschwarzer Chalcedon, der mit Zuckerlösung getränkt und anschließend in Schwefelsäure verkohlt wurde — ein Verfahren, das seit dem 19. Jahrhundert in Idar-Oberstein angewandt wird. Der Stein ist dadurch nicht schlechter, aber er ist gefärbt.

Eine dritte Bedeutung stiftet zusätzliche Verwirrung: In der Steinmetzbranche heißt der gebänderte Kalksinter aus Höhlen „Onyxmarmor". Der hat mit Quarz nichts zu tun, ist Calcit, deutlich weicher und wird für Lampen, Schalen und Fensterbänke verwendet.

Verwechslungsgefahr Onyxmarmor aus dem Baustoffhandel ist Calcit mit Härte 3 und lässt sich mit einer Messerspitze ritzen; echter Onyx mit Härte 7 nicht.

Quellen