Olivin
Mineral
Das häufigste Mineral des oberen Erdmantels — in Schmuckqualität heißt es Peridot.
- KristallsystemOrthorhombisches Kristallsystem
Was es ist
Olivin ist ein Magnesium-Eisen-Silicat und bildet eine lückenlose Mischreihe zwischen dem magnesiumreichen Forsterit und dem eisenreichen Fayalit. In der Erde ist er alles andere als exotisch: Der obere Erdmantel besteht zu großen Teilen aus Olivin, und Vulkane fördern gelegentlich Brocken dieses Mantelgesteins unversehrt an die Oberfläche.
Die flaschengrüne Schmuckvarietät heißt Peridot. Sie stammt klassisch von der ägyptischen Insel Zabargad im Roten Meer, deren Vorkommen schon im Altertum ausgebeutet wurde; heute liefern Pakistan, Arizona und China den größten Teil. Auch in manchen Eisenmeteoriten sitzen Olivinkristalle in Schmuckqualität — die sogenannten Pallasite gehören zu den schönsten Objekten der Meteoritenkunde.
An der Erdoberfläche ist Olivin nicht stabil: Er verwittert rasch zu Serpentin und Tonmineralen. Genau diese Reaktionsfreude macht ihn technisch interessant, denn beim Verwittern bindet Olivin Kohlendioxid. Verschiedene Verfahren zur dauerhaften CO₂-Bindung setzen deshalb auf zermahlenes Olivingestein.
Quellen
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