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Mondstein
Bild: Meganpru · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Mondstein

Varietät · Varietät von Orthoklas

Der wandernde weißblaue Schimmer entsteht zwischen zwei Feldspäten, die sich nicht mischen wollten.

  • Chemische FormelK[AlSi3O8]
  • MineralklasseSilikate und Germanate
  • Kristallsystemmonoklin
  • Härte (Mohs)6–6,5
  • Dichte2,56–2,59 g/cm³
  • Farbefarblos bis weiß mit blauem Schimmer
  • StrichfarbeWeiß
  • GlanzGlasglanz bis Perlmuttglanz
  • Transparenzdurchsichtig bis durchscheinend
  • Spaltbarkeitnach {001} vollkommen, nach {010} gut
  • Bruchuneben bis muschelig
  • Strunz-Systematiksiehe Orthoklas

Was es ist

Mondstein ist eine Varietät des Kalifeldspats, meist Orthoklas, in dem sich beim langsamen Abkühlen dünne Lagen von Albit abgeschieden haben. Licht, das auf diese Wechsellagerung trifft, wird gestreut — und weil blaues Licht stärker gestreut wird als rotes, wandert ein weißblauer Schimmer über die Oberfläche, sobald man den Stein bewegt. Der Effekt heißt Adulareszenz, nach dem Adulargebirge in den Schweizer Alpen, einem klassischen Fundgebiet.

Damit der Schimmer erscheint, muss der Stein rund als Cabochon geschliffen und die Lagen müssen parallel zur Basis ausgerichtet sein. Ein flach geschliffener Mondstein bleibt milchig.

Die feinsten Steine mit tiefblauem Schiller auf farblosem Grund stammten aus Myanmar und sind heute kaum noch zu bekommen; der Massenmarkt wird aus Sri Lanka und Indien beliefert, wo auch Regenbogen-Mondsteine mit bunterem Schiller vorkommen — mineralogisch handelt es sich dabei um Labradorit.

Verwechslungsgefahr Milchglas und synthetischer Spinell werden als Mondstein verkauft. Echter Mondstein zeigt den Schimmer nur aus einem engen Blickwinkel, Imitate schillern gleichmäßig aus allen Richtungen.

Quellen