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Mikroklin
Bild: Robert M. Lavinsky · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Mikroklin

Mineral

Kalifeldspat, der sich beim langsamen Abkühlen ordnet — und dabei eine feine Gitterstruktur bildet.

  • Chemische FormelKAlSi₃O₈
  • MineralklasseSilikate und Germanate – Gerüstsilikate
  • KristallsystemTriklines Kristallsystem
  • Härte (Mohs)6
  • Dichte2456,77 g/cm³
  • Farbefarblos, weiß, grau, rosa, gelb, rot, grün
  • Strichfarbeweiß
  • GlanzGlasglanz, Perlglanz auf den Spaltflächen
  • Transparenzdurchsichtig bis durchscheinend
  • Spaltbarkeitvollkommen nach {001} und {010}
  • Bruchuneben; spröde
  • Strunz-Systematik9.FA.30

Was es ist

Mikroklin ist ein Kalium-Aluminium-Silicat und damit ein Kalifeldspat wie Orthoklas — mit demselben Chemismus, aber anderer innerer Ordnung. Bei hoher Temperatur sitzen Aluminium und Silicium ungeordnet im Gitter; kühlt das Gestein langsam ab, nehmen sie feste Plätze ein, und aus dem monoklinen Orthoklas wird der trikline Mikroklin. Der Ordnungsgrad verrät damit die Abkühlgeschichte eines Gesteins.

Sichtbar wird das unter dem Mikroskop als feine Gitterung, die kein anderer Feldspat zeigt und die zur eindeutigen Bestimmung genügt. Der Name spielt darauf an: mikro-klinein, ein wenig geneigt, weil die Spaltwinkel geringfügig von 90 Grad abweichen.

Mikroklin ist ein Hauptbestandteil von Graniten und Pegmatiten und tritt dort in großen, gut ausgebildeten Kristallen auf. Wirtschaftlich zählt er zu den Feldspäten, die in der Glas- und Keramikindustrie als Flussmittel gebraucht werden — sie senken die Schmelztemperatur und machen Porzellan dicht. Die bekannteste Schmuckvarietät ist der grüne Amazonit.

Varietäten

Amazonit

Quellen