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Malachit
Bild: Burkhard Mücke · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Malachit

Mineral

Grün gebändertes Kupfercarbonat — Pigment der Alten Meister und Wegweiser zu Kupfererz.

  • Chemische FormelCu₂(CO₃)(OH)₂
  • MineralklasseCarbonate und Nitrate
  • KristallsystemMonoklines Kristallsystem
  • Härte (Mohs)3,75
  • Dichte3,85 g/cm³
  • Farbehell- bis dunkelgrün, schwarzgrün; im Durchlicht grün bis gelbgrün
  • StrichfarbeGrün
  • GlanzDiamantglanz, Glasglanz, Seidenglanz; matt, erdig
  • Transparenzdurchscheinend bis undurchsichtig
  • Spaltbarkeitvollkommen nach {01}, deutlich nach {010}
  • Bruchschwach muschelig bis uneben
  • Strunz-Systematik5.BA.10

Was es ist

Malachit ist ein basisches Kupfercarbonat und entsteht in der Oxidationszone von Kupferlagerstätten: Dort, wo Sauerstoff und kohlensäurehaltiges Wasser an Kupfererz gelangen, schlägt sich Malachit in traubigen, nierigen Krusten nieder. Aufgeschnitten zeigen diese Krusten konzentrische Bänder in allen Grüntönen — die charakteristische Zeichnung, für die der Stein geschätzt wird.

Als Pigment war er unter dem Namen Berggrün bis ins 18. Jahrhundert das wichtigste grüne Farbmittel der europäischen Malerei; in ägyptischen Gräbern findet man ihn schon vor viertausend Jahren. Für Bergleute ist er bis heute ein Anzeiger: Grüne Ausblühungen an der Oberfläche weisen auf Kupfer in der Tiefe.

Der Ural lieferte im 19. Jahrhundert Blöcke von mehreren Tonnen, aus denen die berühmten Malachitzimmer und -vasen der russischen Paläste entstanden — verarbeitet in „russischer Mosaik"-Technik, bei der dünne Platten so aufgeklebt werden, dass die Bänderung durchläuft. Heute stammt der größte Teil aus dem Kongo.

Beim Bearbeiten ist Nassschliff angezeigt: Malachitstaub ist kupferhaltig und sollte nicht eingeatmet werden.

Verwechslungsgefahr Gepresste Malachitimitate aus Steinmehl und Kunstharz sind an zu regelmäßiger Bänderung und geringerem Gewicht erkennbar.

Quellen