Jadeit
Mineral
Die seltenere der beiden Jaden — und nur sie erreicht das begehrte Kaiserjade-Grün.
- Chemische FormelNaAlSi₂O₆
- MineralklasseSilikate und Germanate – Ketten- und Bandsilikate
- KristallsystemMonoklines Kristallsystem
- Härte (Mohs)6–6,5
- Dichte3,2–3,4 g/cm³
- Farbegrün in allen Variationen bis schwarz, seltener weiß oder farblos
- StrichfarbeWeiß
- Glanzfrisch gebrochen matt, wachsartig, geschliffen glasartig
- Transparenzdurchsichtig bis durchscheinend
- Spaltbarkeitgut nach {110}
- Bruchsplittrig, spröde
- Strunz-Systematik9.DA.25
Was es ist
Jadeit ist ein Natrium-Aluminium-Pyroxen und eines der beiden Minerale, die den Namen Jade tragen dürfen. Er entsteht nur unter außergewöhnlichen Bedingungen: hoher Druck bei vergleichsweise niedriger Temperatur, wie sie in Subduktionszonen herrschen, wo ozeanische Kruste in die Tiefe gezogen wird. Deshalb gibt es weltweit nur wenige Vorkommen, das wichtigste im Norden Myanmars.
Jadeit ist ein Aggregat aus dicht verfilzten Kristallnadeln. Diese Verfilzung macht ihn außerordentlich zäh — zäher als Stahl, wenn man Bruchfestigkeit statt Härte misst. Steinzeitliche Beile aus Jadeit wurden über tausende Kilometer gehandelt, weil sie schlagfester waren als alles andere.
Die Farbskala reicht von Weiß über Lavendel und Gelb bis zu dem tiefen, durchscheinenden Smaragdgrün, das als Kaiserjade den höchsten Preis erzielt; verantwortlich ist Chrom. In China gilt Jade seit über siebentausend Jahren als der Stein von höchstem Rang, weit vor Gold.
Im Handel unterscheidet man drei Stufen: unbehandelt (A), gebleicht und mit Harz getränkt (B), zusätzlich gefärbt (C). Nur A-Jade ist wertbeständig, und die Unterscheidung erfordert Laborprüfung.
Quellen
- Wikidata · CC0 1.0
- Wikipedia (deutschsprachig), Infobox Mineral · CC BY-SA 4.0