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Jadeit
Mineral
Die seltenere der beiden Jaden — und nur sie erreicht das begehrte Kaiserjade-Grün.
- Chemische FormelNaAlSi₂O₆
- MineralklasseSilikate und Germanate – Ketten- und Bandsilikate
- KristallsystemMonoklines Kristallsystem
- Härte (Mohs)6–6,5
- Dichte3,2–3,4 g/cm³
- Farbegrün in allen Variationen bis schwarz, seltener weiß oder farblos
- StrichfarbeWeiß
- Glanzfrisch gebrochen matt, wachsartig, geschliffen glasartig
- Transparenzdurchsichtig bis durchscheinend
- Spaltbarkeitgut nach {110}
- Bruchsplittrig, spröde
- Strunz-Systematik9.DA.25
Was es ist
Jadeit ist ein Natrium-Aluminium-Pyroxen und eines der beiden Minerale, die den Namen Jade tragen dürfen. Er entsteht nur unter außergewöhnlichen Bedingungen: hoher Druck bei vergleichsweise niedriger Temperatur, wie sie in Subduktionszonen herrschen, wo ozeanische Kruste in die Tiefe gezogen wird. Deshalb gibt es weltweit nur wenige Vorkommen, das wichtigste im Norden Myanmars.
Jadeit ist ein Aggregat aus dicht verfilzten Kristallnadeln. Diese Verfilzung macht ihn außerordentlich zäh — zäher als Stahl, wenn man Bruchfestigkeit statt Härte misst. Steinzeitliche Beile aus Jadeit wurden über tausende Kilometer gehandelt, weil sie schlagfester waren als alles andere.
Die Farbskala reicht von Weiß über Lavendel und Gelb bis zu dem tiefen, durchscheinenden Smaragdgrün, das als Kaiserjade den höchsten Preis erzielt; verantwortlich ist Chrom. In China gilt Jade seit über siebentausend Jahren als der Stein von höchstem Rang, weit vor Gold.
Im Handel unterscheidet man drei Stufen: unbehandelt (A), gebleicht und mit Harz getränkt (B), zusätzlich gefärbt (C). Nur A-Jade ist wertbeständig, und die Unterscheidung erfordert Laborprüfung.
Woher es kommt
Brasilien · China · Deutschland · Griechenland · Japan · Kanada · Myanmar · Neuseeland · Vereinigte Staaten
Diese Länder sind aus dem Wikipedia-Artikel gelesen, nicht gewichtet: Sie sagen, wo der Stein vorkommt, nicht wie viel davon. Zu jedem Eintrag ist der Satz gespeichert, in dem er stand.
Wie es entstand
Es bildet sich, wenn vorhandenes Gestein unter Druck und Hitze umgebaut wird, ohne zu schmelzen — die Bausteine ordnen sich neu.
Die Bildungsart ist aus dem Wikipedia-Artikel gelesen: Es zählt das Bildungsmilieu, das dort zuerst genannt wird. Viele Minerale entstehen auf mehreren Wegen; der Satz, aus dem dieser Wert stammt, ist als Beleg gespeichert.
Wozu es dient
- Schmuck- und Schnitzstein (Schmuck)
Was ihm zugeschrieben wird
Überlieferung, keine Wirkung. Was hier steht, gibt wieder, was in Steinheilkunde, Farblehre und Astrologie über die Jahrhunderte zugeschrieben wurde. Für eine gesundheitliche Wirkung von Steinen gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis. Bei Beschwerden gehört der Weg zur Ärztin oder zum Arzt, nicht zum Stein.
Der Name stammt aus dem Spanischen des 16. Jahrhunderts: „piedra de ijada“, Lendenstein — nach dem, was man dem Stein damals zuschrieb. In Europa fand man Armringe aus alpinem Jadeit in jungsteinzeitlichen Grabhügeln.
Überliefert als Armring und als Beigabe in Gräbern.
- ChakraHerzchakra (Anahata)
- Überliefert seitJungsteinzeit in Europa; in Mesoamerika bis zur spanischen Eroberung.
Woher diese Angaben kommen: das Chakra folgt in der Steinheilkunde der Leitfarbe. Die Herleitung steht offen da, weil eine Ableitung keine Überlieferung ist — mehr dazu im Himmelsregister.
Die Farbe
Grün liegt in der Mitte des sichtbaren Spektrums; das Auge sieht davon mehr Abstufungen als von jeder anderen Farbe. In der Farbenlehre gilt es als die ruhende Farbe — weder vor- noch zurückdrängend.
Die Zuordnung zum Chakra folgt in der Steinheilkunde der Farbe. Wir legen diese Ableitung offen, statt sie als überliefertes Einzelwissen auszugeben — alle Steine nach Chakra.
Sein Ton
639 Hz · Tonsilbe Fa · Herzchakra (Anahata)
Die Hörprobe ist ein erzeugter Ton, kein aufgenommenes Instrument: Grundton mit zwei Obertönen, nachgemessen auf die angegebene Frequenz. Woher die Frequenzen kommen
Sehen
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Varietäten
Quellen
- Wikidata · CC0 1.0
- Wikipedia (deutschsprachig), Infobox Mineral · CC BY-SA 4.0
- geomaneo — eigene Zusammenstellung · eigenes Werk
In Wasser
Jadeit ist in Wasser praktisch unlöslich — hartes Silikat, sehr dicht. Er gibt nichts ab, und was nichts abgibt, verändert auch nichts. Was ins Wasser gehört und was nicht.
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- Mineralienatlasdeutschsprachiges Lexikon mit Fundstellenverzeichnis
- Webmineralkristallographische und physikalische Kennwerte
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