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Hämatit
Bild: DanielCD~commonswiki · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Hämatit

Mineral

Stahlgrau glänzend, aber der Strich ist blutrot — daher der Name und die Farbe des Ockers.

  • Chemische FormelFe₂O₃
  • MineralklasseOxide und Hydroxide
  • KristallsystemTrigonales Kristallsystem
  • Härte (Mohs)6
  • Dichte5,1 g/cm³
  • Farbestahlgrau bis schwarz, rotbraun, bunt anlaufend, rot verwitternd
  • Strichfarbekirschrot bis rotbraun
  • GlanzMetallglanz, matt
  • Transparenzundurchsichtig, kantendurchscheinend
  • Spaltbarkeitkeine
  • Bruchuneben bis schwach muschelig; spröde, nur in dünnen Plättchen elastisch
  • Strunz-Systematik4.CB.05

Was es ist

Hämatit ist Eisen(III)-oxid und das wichtigste Eisenerz der Welt. Kompakte Stücke wirken stahlgrau bis schwarz mit metallischem Glanz; zieht man sie über eine raue Porzellanfläche, hinterlassen sie jedoch einen kirschroten Strich. Diese Strichfarbe ist unverwechselbar und hat dem Mineral seinen Namen gegeben — griechisch haima, Blut.

Fein verteilt färbt Hämatit ganze Landschaften: Roter Sandstein, roter Ton und der rote Ocker der Höhlenmalerei verdanken ihm ihre Farbe. Er ist damit das älteste Pigment der Menschheit; Funde aus Afrika belegen die Nutzung seit über zweihunderttausend Jahren.

Die größten Lagerstätten sind gebänderte Eisenformationen, entstanden vor etwa zwei bis drei Milliarden Jahren: Als die ersten sauerstoffproduzierenden Bakterien die Meere veränderten, fiel gelöstes Eisen aus und lagerte sich in Schichten ab. Diese Formationen in Australien, Brasilien und Kanada tragen bis heute die Stahlindustrie.

Geschliffener Hämatit ergibt schwarz glänzenden Schmuck. Vorsicht bei „Hämatin" oder „Magnethämatit" im Handel: Echter Hämatit ist nur schwach magnetisch — stark magnetische Steine sind gesinterte Kunstprodukte.

Verwechslungsgefahr Goethit, Lepidolith, Ilmenit

Quellen