8 Aufnahmen · anklicken zum Vergrößern, im Bild noch einmal klicken für die Lupe. · mindat-Fotos
Graphit
Mineral
Derselbe Kohlenstoff wie im Diamanten, nur in Schichten gestapelt — deshalb weich statt hart.
- Chemische FormelC
- MineralklasseElemente – Halbmetalle (Metalloide) und Nichtmetalle
- KristallsystemHexagonales Kristallsystem
- Härte (Mohs)1–2
- Dichte2,16 g/cm³
- Farbestahlgrau bis eisenschwarz
- StrichfarbeSchwarz
- GlanzMetallglanz, matt, erdig
- Transparenzundurchsichtig (opak), in feinsten Blättchen durchscheinend
- Spaltbarkeitvollkommen nach {0001} (Schichtabstand 3,35 Å beim idealen Einkristall)
- Bruchglimmerartig; biegsam, aber nicht elastisch; schneidbar (sektil)
- Strunz-Systematik1.CB.05a
Was es ist
Graphit ist reiner Kohlenstoff wie der Diamant, aber ganz anders gebaut: Die Atome liegen in ebenen Sechseck-Netzen, die untereinander nur schwach zusammenhalten. Diese Schichten gleiten unter geringstem Druck aneinander ab — daher die Härte von 1 bis 2, die abfärbende Spur auf dem Papier und die Wirkung als Trockenschmierstoff.
Der Name kommt vom griechischen gráphein, schreiben. Als 1564 in Cumberland ein großes Vorkommen entdeckt wurde, entstand daraus die Bleistiftindustrie; der Name Blei blieb, weil man das schwarze Mineral zunächst für ein Bleierz hielt. In einem Bleistift steckt kein Blei.
Innerhalb der Schichten leitet Graphit Strom und Wärme hervorragend, quer dazu kaum — eine Anisotropie, die technisch genutzt wird: in Elektroden für Stahl-Lichtbogenöfen, in Bremsbelägen, als Moderator in Kernreaktoren und, in weit größerem Umfang, als Anodenmaterial in Lithium-Ionen-Akkus. Der Bedarf der Batterieindustrie hat Graphit binnen weniger Jahre zu einem strategischen Rohstoff gemacht; China deckt den größten Teil der Weltförderung.
Eine einzelne herausgelöste Schicht ist Graphen, für dessen Isolierung 2010 der Nobelpreis für Physik vergeben wurde.
Verwechslungsgefahr Molybdänit (Molybdänglanz)
Woher es kommt
Deutschland · Mosambik · Norwegen · Südkorea · Tschechien · Ukraine · Österreich
Diese Länder sind aus dem Wikipedia-Artikel gelesen, nicht gewichtet: Sie sagen, wo der Stein vorkommt, nicht wie viel davon. Zu jedem Eintrag ist der Satz gespeichert, in dem er stand.
Wie es entstand
Es bildet sich, wenn vorhandenes Gestein unter Druck und Hitze umgebaut wird, ohne zu schmelzen — die Bausteine ordnen sich neu.
Die Bildungsart ist aus dem Wikipedia-Artikel gelesen: Es zählt das Bildungsmilieu, das dort zuerst genannt wird. Viele Minerale entstehen auf mehreren Wegen; der Satz, aus dem dieser Wert stammt, ist als Beleg gespeichert.
Wozu es dient
- Elektroden für Elektrostahl und Aluminiumherstellung (Metallurgie)
- Schmierstoff und Feuerfestmaterial (Industrie)
- Anodenmaterial in Lithium-Ionen-Zellen (Batterie)
Was ihm zugeschrieben wird
Überlieferung, keine Wirkung. Was hier steht, gibt wieder, was in Steinheilkunde, Farblehre und Astrologie über die Jahrhunderte zugeschrieben wurde. Für eine gesundheitliche Wirkung von Steinen gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis. Bei Beschwerden gehört der Weg zur Ärztin oder zum Arzt, nicht zum Stein.
Graphit ist kein Stein der Steinheilkunde, sondern einer des Handwerks: Die Straubinger Kultur der Frühbronzezeit nutzte ihn auffallend stark, und in der Latène-Zeit wurde er weiträumig gehandelt. Sein Name kommt von griechisch „schreiben“.
- ChakraWurzelchakra (Muladhara)
- Überliefert seitFrühbronzezeit
Woher diese Angaben kommen: das Chakra folgt in der Steinheilkunde der Leitfarbe. Die Herleitung steht offen da, weil eine Ableitung keine Überlieferung ist — mehr dazu im Himmelsregister.
Die Farbe
Schwarz ist die Abwesenheit von zurückgeworfenem Licht. In der Farbenlehre ist es keine Farbe, sondern deren Gegenpol — und genau deshalb der stärkste Kontrastgeber, den es gibt.
Die Zuordnung zum Chakra folgt in der Steinheilkunde der Farbe. Wir legen diese Ableitung offen, statt sie als überliefertes Einzelwissen auszugeben — alle Steine nach Chakra.
Sein Ton
396 Hz · Tonsilbe Ut · Wurzelchakra (Muladhara)
Die Hörprobe ist ein erzeugter Ton, kein aufgenommenes Instrument: Grundton mit zwei Obertönen, nachgemessen auf die angegebene Frequenz. Woher die Frequenzen kommen
Sehen
Erst auf Klick. Die Filme liegen bei YouTube. Das Standbild liegt auf unserem Server — solange Sie nicht klicken, wird von dort nichts geladen und es gehen keine Daten dorthin. Ein Klick startet den Film. Damit gilt die Datenschutzerklärung von Google.
Varietäten
Quellen
- Wikidata · CC0 1.0
- Wikipedia (deutschsprachig), Infobox Mineral · CC BY-SA 4.0
- geomaneo — eigene Zusammenstellung · eigenes Werk
Weiterlesen
- mindat-Fotoarchivtausende Aufnahmen, hochauflösend und mit Lupe
- mindat.orgdie größte offene Mineraliendatenbank - Daten, Fundorte, Fotos
- Mineralienatlasdeutschsprachiges Lexikon mit Fundstellenverzeichnis
- Webmineralkristallographische und physikalische Kennwerte
- Wikidatadie maschinenlesbaren Grunddaten
- Wikipediader Wikipedia-Artikel, aus dem unsere Messwerte stammen
- Wikimedia Commonsdie Bilder, mit Lizenz je Datei
Fremde Seiten, fremde Regeln: Wir verlinken sie, wir spiegeln sie nicht. Die Fotos bei mindat gehören ihren Fotografinnen und Fotografen - dort ansehen ja, hierher kopieren nein. Diese Verweise öffnen sich in einem eigenen Fenster daneben, damit diese Seite stehen bleibt.