geomaneo
Galenit
Bild: Ivar Leidus · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Galenit

Mineral

Bleiglanz: bleigrau, außerordentlich schwer, spaltet in perfekte Würfel.

  • Chemische FormelPbS
  • MineralklasseSulfide und Sulfosalze
  • KristallsystemKubisches Kristallsystem
  • Härte (Mohs)2,75
  • Dichte7,5 g/cm³
  • Farbebleigrau; auf polierten Flächen rein weiß
  • Strichfarbebleigrau
  • GlanzMetallglanz
  • Transparenzundurchsichtig
  • Spaltbarkeitvollkommen nach {100}
  • Bruchschwach muschelig
  • Strunz-Systematik2.CD.10

Was es ist

Galenit ist Bleisulfid und das wichtigste Bleierz. Er ist auf den ersten Blick zu erkennen: bleigrau mit hohem Metallglanz, mit einer Dichte von 7,5 auffallend schwer, und er spaltet vollkommen nach drei Richtungen im rechten Winkel — schlägt man ein Stück, zerfällt es in kleine, glänzende Würfel.

Galenit war das Mineral der frühen Elektrotechnik. In den 1920er Jahren funktionierte jeder Detektorempfänger mit einem Bleiglanzkristall, auf dem eine feine Drahtspitze eine empfindliche Stelle suchte — die erste praktisch genutzte Halbleiterdiode, lange bevor der Begriff existierte.

Fast jeder Galenit enthält Silber, oft in wirtschaftlich bedeutender Menge: Ein großer Teil des historisch geförderten Silbers stammt aus Bleiglanz, so im Harz, im Erzgebirge und in Freiberg, dessen Bergbau die sächsische Wirtschaft über Jahrhunderte trug.

Blei selbst ist giftig, und die Belastung von Böden und Gewässern durch alte Bergbaureviere reicht bis heute. Beim Sammeln gilt: Hände waschen, nicht schleifen, keinen Staub einatmen.

Quellen