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Fluorit
Bild: Didier Descouens · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Fluorit

Mineral

Namensgeber der Fluoreszenz — und das Mineral, das den Hochofen zum Fließen bringt.

  • Chemische FormelCaF₂
  • MineralklasseHalogenide
  • KristallsystemKubisches Kristallsystem
  • Härte (Mohs)4
  • Dichte3089,83 g/cm³
  • FarbePurpur · Lila · Grün · Blau · Rosa · Champagner (Farbe) · Farblosigkeit · Braun · Gold
  • StrichfarbeWeiß
  • GlanzGlasglanz
  • Transparenzdurchsichtig bis undurchsichtig
  • Spaltbarkeitvollkommen nach {111}
  • Bruchmuschelig bis splittrig
  • Strunz-Systematik3.AB.25

Was es ist

Fluorit ist Calciumfluorid und kristallisiert in Würfeln und Oktaedern von oft erstaunlicher Farbigkeit: violett, grün, blau, gelb, farblos, häufig in Zonen innerhalb eines Kristalls. Er spaltet vollkommen in vier Richtungen, weshalb sich aus Bruchstücken saubere Oktaeder herausarbeiten lassen.

Viele Fluorite leuchten unter ultraviolettem Licht — an dieser Eigenschaft wurde das Phänomen im 19. Jahrhundert erstmals untersucht und nach dem Mineral Fluoreszenz benannt. Der Name des Minerals selbst stammt vom lateinischen fluere, fließen: Als Flussmittel in der Verhüttung setzt Fluorit den Schmelzpunkt der Schlacke herab und macht sie dünnflüssig.

Das ist bis heute eine seiner Hauptanwendungen; daneben ist Fluorit der Rohstoff für Flusssäure und damit für die gesamte Fluorchemie, von Kältemitteln über Fluorpolymere bis zum Fluorid in der Zahnpasta.

Optisch ist Fluorit unersetzlich: Er hat eine sehr geringe Farbzerstreuung, weshalb hochwertige Objektive Linsen aus synthetisch gezüchtetem Fluorit enthalten. Der Blue John aus Derbyshire, ein blauviolett gebänderter Fluorit, wurde seit der Antike zu Vasen verarbeitet — römische Autoren beschreiben Trinkgefäße daraus.

Mit Härte 4 ist Fluorit für Ringe zu weich; als Sammlerstück gehört er zu den beliebtesten Mineralen überhaupt.

Woher es kommt

Quellen