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Epidot
Bild: Ivar Leidus · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Epidot

Mineral

Pistaziengrün und stark farbwechselnd — dreht man den Kristall, wechselt er von Grün zu Braun.

  • Chemische Formel{Ca₂}{Al₂Fe³⁺}(Si₂O₇)(SiO₄)O(OH)
  • MineralklasseSilikate und Germanate – Gruppensilikate
  • KristallsystemMonoklines Kristallsystem
  • Härte (Mohs)6–7
  • Dichte3,38–3,49 g/cm³
  • Farbevariabel, oft dunkelgrün, gelbbraun
  • Strichfarbeweiß
  • GlanzGlasglanz
  • Transparenzdurchsichtig bis undurchsichtig
  • Spaltbarkeitvollkommen nach {001}, unvollkommen nach {100}
  • Bruchmuschelig uneben
  • Strunz-Systematik9.BG.05a

Was es ist

Epidot ist ein Calcium-Aluminium-Eisen-Silicat und fällt durch eine Farbe auf, für die es kaum einen zweiten Vergleich gibt: ein gelbliches Grün, das man in der Mineralogie schlicht pistaziengrün nennt. Je mehr Eisen der Kristall enthält, desto dunkler wird er.

Auffällig ist der starke Pleochroismus. Ein und derselbe Kristall erscheint je nach Blickrichtung grün, gelbbraun oder fast farblos — bei gut gewachsenen Stufen lässt sich das schon mit bloßem Auge beim Drehen beobachten.

Epidot entsteht bei der Umwandlung anderer Gesteine unter mäßigem Druck und mäßiger Temperatur; er ist ein typisches Mineral der grünschieferfaziellen Metamorphose und namengebend für ganze Gesteinstypen. Die schönsten Stufen stammen aus dem Knappenwand-Vorkommen im österreichischen Untersulzbachtal, dazu aus Pakistan und Mali. Für die Geologie ist Epidot ein Zeigermineral: Sein Auftreten grenzt Bedingungen ein, unter denen ein Gestein umgewandelt wurde.

Verwechslungsgefahr Allanit, Diopsid, Dravit, Klinozoisit, Piemontit, Vesuvianit, Zoisit

Woher es kommt

Quellen