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Dolomit
Bild: Didier Descouens · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Dolomit

Mineral

Ein Mineral, ein Gestein und ein Gebirge — und ein Bildungsrätsel, das seit 200 Jahren offen ist.

  • Chemische FormelCaMg(CO₃)₂
  • MineralklasseCarbonate und Nitrate – wasserfreie Carbonate ohne fremde Anionen
  • KristallsystemTrigonales Kristallsystem
  • Härte (Mohs)3,5–4
  • Dichte2870,01 g/cm³
  • Farbefarblos, weiß, gelb, braun
  • StrichfarbeWeiß
  • GlanzGlasglanz bis Perlmuttglanz
  • Transparenzdurchsichtig bis durchscheinend
  • Spaltbarkeitvollkommen nach {101}; Absonderung nach {021}
  • Bruchmuschelig
  • Strunz-Systematik5.AB.10

Was es ist

Dolomit ist ein Calcium-Magnesium-Carbonat, in dem sich Calcium- und Magnesiumlagen im Kristallgitter abwechseln. Das gleichnamige Gestein besteht überwiegend daraus und bildet ganze Gebirgszüge — die Dolomiten in Südtirol sind nach dem französischen Geologen Déodat de Dolomieu benannt, der das Mineral 1791 als eigenständig erkannte.

An ihm hängt eines der hartnäckigsten Rätsel der Geologie, das „Dolomitproblem": Im Labor lässt sich Dolomit bei den Temperaturen der Erdoberfläche nicht ohne weiteres herstellen, in der Natur liegen jedoch mächtige Dolomitgesteine, die offenkundig unter genau solchen Bedingungen entstanden sind. Erst neuere Arbeiten legen nahe, dass Mikroorganismen und wechselnde Sättigung eine Rolle spielen.

Praktisch unterscheidet man Dolomit von Kalkstein mit verdünnter Salzsäure: Kalkstein braust sofort heftig auf, Dolomit erst als Pulver und nur schwach. Wirtschaftlich dient Dolomit als Baustein, als feuerfestes Material im Hochofen und als Rohstoff für Magnesium; im Gartenbau als kalkender Dünger mit Magnesiumanteil.

Verwechslungsgefahr Calcit, Magnesit

Quellen