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Chalcedon
Varietät von Quarz
Quarz in mikroskopisch feinen Fasern — der Stoff, aus dem Achat, Karneol und Jaspis bestehen.
- Chemische FormelSiO₂
- MineralklasseOxide und Hydroxide
- KristallsystemTrigonales Kristallsystem
- Härte (Mohs)7
- Dichte2,65 g/cm³
- Farbebläulich, grau, weiß, wachsartig
- StrichfarbeWeiß
- GlanzGlasglanz auf Prismenflächen, Fettglanz auf Bruchflächen
- Transparenzdurchscheinend
- Spaltbarkeitkeine
- BruchMuscheliger Bruch
- Strunz-Systematik4.DA.05
Einige Angaben gelten für das Stammmineral Quarz — Chalcedon ist eine Varietät davon und teilt seine Kristallstruktur.
Was es ist
Chalcedon ist kein eigenständiges Mineral im strengen Sinn, sondern Quarz in besonderer Ausbildung: Statt einzelner Kristalle liegen mikroskopisch feine Fasern dicht gepackt nebeneinander. Das Ergebnis wirkt wächsern bis milchig durchscheinend, oft bläulich oder grau, und fühlt sich glatt an. Zwischen den Fasern bleiben winzige Poren — der Grund, warum sich Chalcedon so gut färben lässt.
Unter dem Sammelbegriff versammeln sich fast alle bekannten Schmucksteine der Quarzfamilie, die keine sichtbaren Kristalle zeigen: Achat ist gebänderter Chalcedon, Karneol roter, Chrysopras grüner, Onyx schwarzweiß geschichteter. Jaspis wird traditionell dazugezählt, ist aber so stark mit Fremdmaterial durchsetzt, dass er undurchsichtig bleibt.
Der Name führt vermutlich auf die antike Stadt Chalkedon am Bosporus zurück, einen frühen Handelsplatz für solche Steine. Wirtschaftlich spielt Chalcedon heute vor allem als Schmuck- und Werkstein eine Rolle; wegen seiner Zähigkeit dient er außerdem als Material für Messerschärfer und feine Reibflächen.
Wie es entstand
Es geht auf Lebewesen zurück — auf Schalen, Skelette oder Pflanzenharz.
Die Bildungsart ist aus dem Wikipedia-Artikel gelesen: Es zählt das Bildungsmilieu, das dort zuerst genannt wird. Viele Minerale entstehen auf mehreren Wegen; der Satz, aus dem dieser Wert stammt, ist als Beleg gespeichert.
Wozu es dient
- Halbedelstein für Gemmen, Siegel und Cabochons (Schmuck)
Was ihm zugeschrieben wird
Überlieferung, keine Wirkung. Was hier steht, gibt wieder, was in Steinheilkunde, Farblehre und Astrologie über die Jahrhunderte zugeschrieben wurde. Für eine gesundheitliche Wirkung von Steinen gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis. Bei Beschwerden gehört der Weg zur Ärztin oder zum Arzt, nicht zum Stein.
Der Name geht auf die Hafenstadt Kalchedon am Bosporus zurück und taucht zuerst bei Plinius auf. Antike und mittelalterliche Texte brachten Chalcedon und Carchedon — den karthagischen Stein — immer wieder durcheinander; wer alte Steinbücher liest, muss damit rechnen.
- ChakraHalschakra (Vishuddha)
- Überliefert seitErstmals bei Plinius dem Älteren, um 77 n. Chr.
Woher diese Angaben kommen: das Chakra folgt in der Steinheilkunde der Leitfarbe. Die Herleitung steht offen da, weil eine Ableitung keine Überlieferung ist — mehr dazu im Himmelsregister.
Die Farbe
Helles Blau wird in der Farbenlehre als weit und kühl gelesen: die Farbe von Himmel und Ferne. Sie tritt optisch zurück und wirkt dadurch leicht.
Die Zuordnung zum Chakra folgt in der Steinheilkunde der Farbe. Wir legen diese Ableitung offen, statt sie als überliefertes Einzelwissen auszugeben — alle Steine nach Chakra.
Sein Ton
741 Hz · Tonsilbe Sol · Halschakra (Vishuddha)
Die Hörprobe ist ein erzeugter Ton, kein aufgenommenes Instrument: Grundton mit zwei Obertönen, nachgemessen auf die angegebene Frequenz. Woher die Frequenzen kommen
Sehen
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Quellen
- geomaneo — eigene Zusammenstellung · eigenes Werk
- Wikidata · CC0 1.0
In Wasser
Chalcedon ist in Wasser praktisch unlöslich — mikrokristalliner Quarz. Er gibt nichts ab, und was nichts abgibt, verändert auch nichts. Was ins Wasser gehört und was nicht.
Im Laden
Chalcedon · Rohstein, 1 Stück · 17,90 €
Der Artikel liegt in unserem eigenen Laden laden.geomaneo.de. Es ist ein Naturprodukt: Farbe, Form und Größe weichen von Stück zu Stück ab. Der Fundort dieses Stücks ist uns nicht bekannt — der Lieferant belegt ihn nicht, und was auf dieser Seite über Vorkommen steht, gilt für das Mineral, nicht für die verkaufte Ware.
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