geomaneo
Chalcedon
Bild: Jamescarolinewiki · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Chalcedon

Varietät · Varietät von Quarz

Quarz in mikroskopisch feinen Fasern — der Stoff, aus dem Achat, Karneol und Jaspis bestehen.

  • Chemische FormelSiO₂
  • MineralklasseOxide und Hydroxide
  • KristallsystemTrigonales Kristallsystem
  • Härte (Mohs)7
  • Dichte2,65 g/cm³
  • Farbebläulich, grau, weiß, wachsartig
  • StrichfarbeWeiß
  • GlanzGlasglanz auf Prismenflächen, Fettglanz auf Bruchflächen
  • Transparenzdurchscheinend
  • Spaltbarkeitkeine
  • BruchMuscheliger Bruch
  • Strunz-Systematik4.DA.05

Einige Angaben gelten für das Stammmineral Quarz — Chalcedon ist eine Varietät davon und teilt seine Kristallstruktur.

Was es ist

Chalcedon ist kein eigenständiges Mineral im strengen Sinn, sondern Quarz in besonderer Ausbildung: Statt einzelner Kristalle liegen mikroskopisch feine Fasern dicht gepackt nebeneinander. Das Ergebnis wirkt wächsern bis milchig durchscheinend, oft bläulich oder grau, und fühlt sich glatt an. Zwischen den Fasern bleiben winzige Poren — der Grund, warum sich Chalcedon so gut färben lässt.

Unter dem Sammelbegriff versammeln sich fast alle bekannten Schmucksteine der Quarzfamilie, die keine sichtbaren Kristalle zeigen: Achat ist gebänderter Chalcedon, Karneol roter, Chrysopras grüner, Onyx schwarzweiß geschichteter. Jaspis wird traditionell dazugezählt, ist aber so stark mit Fremdmaterial durchsetzt, dass er undurchsichtig bleibt.

Der Name führt vermutlich auf die antike Stadt Chalkedon am Bosporus zurück, einen frühen Handelsplatz für solche Steine. Wirtschaftlich spielt Chalcedon heute vor allem als Schmuck- und Werkstein eine Rolle; wegen seiner Zähigkeit dient er außerdem als Material für Messerschärfer und feine Reibflächen.

Quellen