Aventurin
Varietät · Varietät von Quarz
Quarz mit eingelagerten Glimmerblättchen, die beim Drehen ein Funkeln erzeugen.
- Chemische FormelSiO₂
- MineralklasseOxide und Hydroxide
- KristallsystemTrigonales Kristallsystem
- Härte (Mohs)6,5
- Dichte2,65 g/cm³
- Farbegrün, seltener rotbraun, mit Funkeln
- StrichfarbeSchwarz
- GlanzGlasglanz auf Prismenflächen, Fettglanz auf Bruchflächen
- Transparenzdurchscheinend bis undurchsichtig
- Spaltbarkeitkeine
- BruchMuscheliger Bruch
- Strunz-Systematik4.DA.05
Einige Angaben gelten für das Stammmineral Quarz — Aventurin ist eine Varietät davon und teilt seine Kristallstruktur.
Was es ist
Aventurin ist meist grüner Quarz, in dem winzige Plättchen von Fuchsit — einem chromhaltigen Glimmer — eingeschlossen sind. Dreht man den polierten Stein im Licht, blitzen diese Plättchen kurz auf. Dieser Effekt heißt nach dem Stein Aventureszenz und tritt auch bei rotbraunen Varietäten auf, dort verursacht von Hämatitblättchen.
Der Name geht auf einen Zufall zurück: Venezianische Glasmacher entdeckten im 17. Jahrhundert, dass Kupferspäne in der Schmelze ein funkelndes Glas ergeben, und nannten es a ventura — aufs Geratewohl. Erst später übertrug man den Namen auf das natürliche Mineral, das ähnlich aussieht.
Die Hauptvorkommen liegen in Indien, Brasilien und Russland. Weil Aventurin in großen Massen auftritt, wird er häufig zu Schalen, Kugeln und Figuren verarbeitet; große, gleichmäßig gefärbte Blöcke dienen auch als Dekorstein.
Verwechslungsgefahr Grüner Aventurin wird gern als Jade angeboten. Jadeit und Nephrit sind deutlich zäher, zeigen kein Funkeln und fühlen sich schwerer an.
Quellen
- geomaneo — eigene Zusammenstellung · eigenes Werk
- Wikidata · CC0 1.0