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Rhodonit
Bild: CarlesMillan · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Rhodonit

Mineral

Rosarot mit schwarzen Adern — ein Manganmineral, das seine eigene Verwitterung mitbringt.

  • Chemische FormelCaMn₃Mn(Si₅O₁₅)
  • MineralklasseSilikate und Germanate
  • KristallsystemTriklines Kristallsystem
  • Härte (Mohs)5,5–6,5
  • Dichte3,57–3,76 g/cm³
  • Farberosa bis rot, bräunlichrot, graugelb
  • StrichfarbeWeiß
  • GlanzGlas- bis Perlmuttglanz
  • Transparenzdurchsichtig bis durchscheinend
  • Spaltbarkeitvollkommen nach {110} und {10}; gut nach {001}
  • Bruchmuschelig bis uneben
  • Strunz-Systematik9.DK.05

Was es ist

Rhodonit ist ein Mangansilicat, dessen Name vom griechischen rhodon, der Rose, kommt. Die typische Erscheinung ist ein kräftig rosarotes bis fleischrotes Gestein, durchzogen von schwarzen Adern und Flecken. Diese schwarzen Partien sind Manganoxide — Verwitterungsprodukte des Rhodonits selbst, die entstehen, sobald Luft und Wasser an das Mangan gelangen. Der Kontrast, für den der Stein geschätzt wird, ist also ein Zerfallsvorgang im Frühstadium.

Gut ausgebildete, durchsichtige Kristalle sind sehr selten und stammen vor allem aus Broken Hill in Australien und aus Peru; sie gehören zu den begehrtesten Sammlerstücken überhaupt. Das massige Material dagegen ist verbreitet.

Der Ural gilt als klassisches Vorkommen: Aus russischem Rhodonit entstanden im 19. Jahrhundert Vasen, Säulen und Wandverkleidungen für die Zarenpaläste; ein Sarkophag aus einem einzigen Block wiegt mehrere Tonnen. Auch Stationen der Moskauer Metro sind damit verkleidet.

Verwechslungsgefahr Bustamit

Quellen