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Pyrit
Bild: Ivar Leidus · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Pyrit

Mineral

Katzengold: messinggelb und metallisch glänzend, aber kein Krümel Gold darin.

  • Chemische FormelFeS₂
  • MineralklasseSulfide und Sulfosalze
  • KristallsystemKubisches Kristallsystem
  • Härte (Mohs)6
  • Dichte5,025 g/cm³
  • Farbecopper · Gold
  • StrichfarbeSchwarz
  • GlanzMetallglanz
  • Transparenzundurchsichtig (opak)
  • Spaltbarkeitundeutlich nach {001}
  • Bruchmuschelig bis uneben; spröde
  • Strunz-Systematik2.EB.05a

Was es ist

Pyrit ist Eisensulfid und das häufigste Sulfidmineral der Erdkruste. Er wächst in scharfkantigen Würfeln, Oktaedern und Pentagondodekaedern von oft verblüffender Regelmäßigkeit — Würfel aus spanischen Lagerstätten wirken wie gedrechselt, sind aber unbearbeitet gewachsen.

Sein Ruf als Katzengold beruht auf einer echten Verwechslungsgefahr für Ungeübte. Die Unterschiede sind allerdings eindeutig: Pyrit ist spröde und zerspringt unter dem Hammer, Gold ist weich und verformt sich; Pyrit hinterlässt einen grünschwarzen Strich, Gold einen goldgelben; Pyrit ritzt Glas, Gold nicht.

Der Name kommt vom griechischen pyr, Feuer — an Stahl geschlagen gibt Pyrit Funken, weshalb er in Steinschlossgewehren und Feuerzeugen der Frühzeit diente. Später wurde er zum wichtigsten Rohstoff für Schwefelsäure, bis Schwefel aus der Erdölentschwefelung diese Rolle übernahm.

Eine unangenehme Seite hat er im Bauwesen: Verwittert Pyrit unter Luft und Feuchtigkeit, entsteht Schwefelsäure. Pyrithaltiges Gestein im Fundament oder in Schieferplatten führt zu Ausblühungen, Rissen und Verfärbungen; in Bergbaugebieten verursacht derselbe Vorgang die sauren Grubenwässer, die Bäche über Jahrzehnte belasten.

Quellen