geomaneo
Prehnit
Bild: Ivar Leidus · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Prehnit

Mineral

Blassgrüne, traubige Krusten — das erste Mineral, das nach einer Person benannt wurde.

  • Chemische FormelCa2Al[(OH)2AlSi3O10]
  • MineralklasseSilikate und Germanate – Ketten- und Bandsilikate (Inosilikate)
  • KristallsystemOrthorhombisches Kristallsystem
  • Härte (Mohs)6–6,5
  • Dichte2,8–2,95 g/cm³
  • Farbefarblos, weiß, grau, gelblich, rosa, hell- bis dunkelgrün
  • Strichfarbeweiß
  • GlanzGlasglanz, schwacher Perlmuttglanz
  • Transparenzdurchsichtig bis durchscheinend
  • Spaltbarkeitgut nach {001}; undeutlich nach {110}
  • Bruchuneben
  • Strunz-Systematik9.DP.20

Was es ist

Prehnit ist ein Calcium-Aluminium-Silicat, das fast nie einzelne Kristalle bildet, sondern traubige, nierige Krusten mit fein strahligem Inneren. Die Farbe ist ein blasses Gelbgrün bis Apfelgrün; poliert wirkt der Stein wächsern durchscheinend, weshalb er gelegentlich mit Jade verwechselt wird.

Er trägt einen Platz in der Wissenschaftsgeschichte: Benannt nach dem niederländischen Oberst Hendrik von Prehn, der ihn Ende des 18. Jahrhunderts vom Kap der Guten Hoffnung nach Europa brachte, war er das erste Mineral überhaupt, dem der Name einer Person gegeben wurde. Zuvor benannte man Minerale nach Aussehen, Fundort oder Eigenschaft.

Prehnit füllt Hohlräume in Basalten und tritt dort zusammen mit Zeolithen auf. Für die Geologie ist er, ähnlich wie Epidot, ein Zeigermineral einer schwachen Metamorphose — die Prehnit-Pumpellyit-Fazies ist nach ihm benannt. Schöne Stufen kommen aus Mali, Australien, Schottland und dem Fassatal in Südtirol.

Woher es kommt

Quellen