8 Aufnahmen · anklicken zum Vergrößern, im Bild noch einmal klicken für die Lupe. · mindat-Fotos
Diamant
Mineral
Reiner Kohlenstoff, das härteste natürliche Mineral — und aus 150 Kilometern Tiefe heraufgeschossen.
- Chemische FormelC
- MineralklasseElemente
- KristallsystemKubisches Kristallsystem
- Härte (Mohs)10
- Dichte3,51–3,515 g/cm³
- Farbefarblos, verschiedene Farben durch Verunreinigungen oder Gitterdefekte möglich
- StrichfarbeWeiß
- GlanzDiamantglanz
- Transparenztransparent bis subtransparent / transluzent
- Spaltbarkeit{111}
- BruchMuscheliger Bruch
- Strunz-Systematik1.CB.10a
Was es ist
Diamant besteht aus Kohlenstoff, dessen Atome dreidimensional lückenlos verknüpft sind. Diese Bindung erklärt alles Weitere: die Härte 10 als Endpunkt der Mohsskala, die höchste Wärmeleitfähigkeit aller bekannten Feststoffe, die chemische Beständigkeit. Bemerkenswert ist, dass Diamant an der Erdoberfläche gar nicht stabil ist — Graphit wäre die energieärmere Form. Die Umwandlung läuft nur bei hohen Temperaturen ab, weshalb Diamanten praktisch unbegrenzt bestehen.
Entstanden sind sie in 140 bis 200 Kilometern Tiefe unter den ältesten Kernen der Kontinente, viele davon vor über einer Milliarde Jahren. An die Oberfläche kommen sie nur durch eine seltene Art von Vulkanismus: Kimberlit-Schlote, in denen gasreiches Magma mit vielfacher Schallgeschwindigkeit aufsteigt. Wäre der Aufstieg langsamer, würde der Diamant unterwegs zu Graphit.
Wirtschaftlich ist der weitaus größte Teil der Förderung Industrieware für Bohrkronen, Sägeblätter, Schleifscheiben und Ziehsteine; dazu kommen seit Jahrzehnten synthetische Diamanten, die den Markt für technische Anwendungen beherrschen. Seit den 2010er Jahren treten im Labor gezüchtete Steine auch im Schmuckmarkt auf — physikalisch identisch, nur durch Wachstumsmerkmale unterscheidbar.
Die Herkunft bleibt ein Thema: Der Kimberley-Prozess soll den Handel mit Konfliktdiamanten unterbinden, wird aber wegen seiner engen Definition und lückenhaften Kontrolle seit Jahren kritisiert.
Verwechslungsgefahr strukturell verwandt mit Sphalerit (Zinkblende)
Woher es kommt
Angola · Australien · Brasilien · Deutschland · Griechenland · Kanada · Kasachstan · Kongo · Namibia · Russland · Südafrika
Diese Länder sind aus dem Wikipedia-Artikel gelesen, nicht gewichtet: Sie sagen, wo der Stein vorkommt, nicht wie viel davon. Zu jedem Eintrag ist der Satz gespeichert, in dem er stand.
Wie es entstand
Das Mineral kristallisiert aus erstarrender Schmelze — in der Tiefe langsam und grobkörnig, an der Oberfläche rasch und feinkörnig.
Die Bildungsart ist aus dem Wikipedia-Artikel gelesen: Es zählt das Bildungsmilieu, das dort zuerst genannt wird. Viele Minerale entstehen auf mehreren Wegen; der Satz, aus dem dieser Wert stammt, ist als Beleg gespeichert.
Wozu es dient
- Schmuckstein — Brillanz aus Lichtbrechung, Glanz und Dispersion (Schmuck)
- Schneid-, Bohr- und Schleifwerkzeuge (Werkzeugbau)
Was ihm zugeschrieben wird
Überlieferung, keine Wirkung. Was hier steht, gibt wieder, was in Steinheilkunde, Farblehre und Astrologie über die Jahrhunderte zugeschrieben wurde. Für eine gesundheitliche Wirkung von Steinen gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis. Bei Beschwerden gehört der Weg zur Ärztin oder zum Arzt, nicht zum Stein.
Der Name kommt von griechisch „adámas“, „unbezwingbar“. Schon in der Antike wurden dem Diamanten magische Kräfte nachgesagt, weshalb man ihn als Talisman trug; Plinius beschrieb zugleich seinen Gebrauch als Werkzeug. Als man im 13. Jahrhundert lernte, ihn zu schleifen, lehnte man das in Indien ab — der Stein verliere dabei seine Kraft.
Überliefert als Talisman, ungeschliffen getragen.
- ChakraKronenchakra (Sahasrara)
- Geburtsstein im MonatApril
- Überliefert seitGriechische Antike
Woher diese Angaben kommen: das Chakra folgt in der Steinheilkunde der Leitfarbe; der Monatsstein folgt der heute gebräuchlichen Liste des GIA (Stand 2019). Die Herleitung steht offen da, weil eine Ableitung keine Überlieferung ist — mehr dazu im Himmelsregister.
Die Farbe
Farblos ist nicht weiß, sondern durchlässig: Licht geht hindurch, statt zurückgeworfen zu werden. In der Farbenlehre hat Durchsichtigkeit deshalb keinen Farbwert, sondern einen Lichtwert.
Die Zuordnung zum Chakra folgt in der Steinheilkunde der Farbe. Wir legen diese Ableitung offen, statt sie als überliefertes Einzelwissen auszugeben — alle Steine nach Chakra.
Sein Ton
963 Hz · Tonsilbe Si · Kronenchakra (Sahasrara)
Die Hörprobe ist ein erzeugter Ton, kein aufgenommenes Instrument: Grundton mit zwei Obertönen, nachgemessen auf die angegebene Frequenz. Woher die Frequenzen kommen
Sehen
Erst auf Klick. Die Filme liegen bei YouTube. Das Standbild liegt auf unserem Server — solange Sie nicht klicken, wird von dort nichts geladen und es gehen keine Daten dorthin. Ein Klick startet den Film. Damit gilt die Datenschutzerklärung von Google.
Varietäten
Quellen
- Wikidata · CC0 1.0
- Wikipedia (deutschsprachig), Infobox Mineral · CC BY-SA 4.0
- geomaneo — eigene Zusammenstellung · eigenes Werk
- Wikipedia (englisch), Artikel »Birthstone« · CC BY-SA 4.0
Weiterlesen
- mindat-Fotoarchivtausende Aufnahmen, hochauflösend und mit Lupe
- mindat.orgdie größte offene Mineraliendatenbank - Daten, Fundorte, Fotos
- Mineralienatlasdeutschsprachiges Lexikon mit Fundstellenverzeichnis
- Webmineralkristallographische und physikalische Kennwerte
- Wikidatadie maschinenlesbaren Grunddaten
- Wikipediader Wikipedia-Artikel, aus dem unsere Messwerte stammen
- Wikimedia Commonsdie Bilder, mit Lizenz je Datei
Fremde Seiten, fremde Regeln: Wir verlinken sie, wir spiegeln sie nicht. Die Fotos bei mindat gehören ihren Fotografinnen und Fotografen - dort ansehen ja, hierher kopieren nein. Diese Verweise öffnen sich in einem eigenen Fenster daneben, damit diese Seite stehen bleibt.