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Bild: DGPC/ADF Luísa Oliveira · CC0 · Wikimedia Commons

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Diamant

Mineral

Reiner Kohlenstoff, das härteste natürliche Mineral — und aus 150 Kilometern Tiefe heraufgeschossen.

  • Chemische FormelC
  • MineralklasseElemente
  • KristallsystemKubisches Kristallsystem
  • Härte (Mohs)10
  • Dichte3,51–3,515 g/cm³
  • Farbefarblos, verschiedene Farben durch Verunreinigungen oder Gitterdefekte möglich
  • StrichfarbeWeiß
  • GlanzDiamantglanz
  • Transparenztransparent bis subtransparent / transluzent
  • Spaltbarkeit{111}
  • BruchMuscheliger Bruch
  • Strunz-Systematik1.CB.10a

Was es ist

Diamant besteht aus Kohlenstoff, dessen Atome dreidimensional lückenlos verknüpft sind. Diese Bindung erklärt alles Weitere: die Härte 10 als Endpunkt der Mohsskala, die höchste Wärmeleitfähigkeit aller bekannten Feststoffe, die chemische Beständigkeit. Bemerkenswert ist, dass Diamant an der Erdoberfläche gar nicht stabil ist — Graphit wäre die energieärmere Form. Die Umwandlung läuft nur bei hohen Temperaturen ab, weshalb Diamanten praktisch unbegrenzt bestehen.

Entstanden sind sie in 140 bis 200 Kilometern Tiefe unter den ältesten Kernen der Kontinente, viele davon vor über einer Milliarde Jahren. An die Oberfläche kommen sie nur durch eine seltene Art von Vulkanismus: Kimberlit-Schlote, in denen gasreiches Magma mit vielfacher Schallgeschwindigkeit aufsteigt. Wäre der Aufstieg langsamer, würde der Diamant unterwegs zu Graphit.

Wirtschaftlich ist der weitaus größte Teil der Förderung Industrieware für Bohrkronen, Sägeblätter, Schleifscheiben und Ziehsteine; dazu kommen seit Jahrzehnten synthetische Diamanten, die den Markt für technische Anwendungen beherrschen. Seit den 2010er Jahren treten im Labor gezüchtete Steine auch im Schmuckmarkt auf — physikalisch identisch, nur durch Wachstumsmerkmale unterscheidbar.

Die Herkunft bleibt ein Thema: Der Kimberley-Prozess soll den Handel mit Konfliktdiamanten unterbinden, wird aber wegen seiner engen Definition und lückenhaften Kontrolle seit Jahren kritisiert.

Verwechslungsgefahr strukturell verwandt mit Sphalerit (Zinkblende)

Woher es kommt

Angola · Australien · Brasilien · Deutschland · Griechenland · Kanada · Kasachstan · Kongo · Namibia · Russland · Südafrika

Diese Länder sind aus dem Wikipedia-Artikel gelesen, nicht gewichtet: Sie sagen, wo der Stein vorkommt, nicht wie viel davon. Zu jedem Eintrag ist der Satz gespeichert, in dem er stand.

WeltkarteAngolaAustralienBrasilienDeutschlandGriechenlandKanadaKasachstanKongoNamibiaRusslandSüdafrika
Fundländer von Diamant — 11 Länder. Jeder Punkt steht für ein Land, nicht für eine einzelne Fundstelle: Die Lage kommt aus der Länderkoordinate von Wikidata. Kartengrundlage: gemeinfrei, siehe Quellen.

Wie es entstand

Das Mineral kristallisiert aus erstarrender Schmelze — in der Tiefe langsam und grobkörnig, an der Oberfläche rasch und feinkörnig.

Die Bildungsart ist aus dem Wikipedia-Artikel gelesen: Es zählt das Bildungsmilieu, das dort zuerst genannt wird. Viele Minerale entstehen auf mehreren Wegen; der Satz, aus dem dieser Wert stammt, ist als Beleg gespeichert.

Wozu es dient

Was ihm zugeschrieben wird

Überlieferung, keine Wirkung. Was hier steht, gibt wieder, was in Steinheilkunde, Farblehre und Astrologie über die Jahrhunderte zugeschrieben wurde. Für eine gesundheitliche Wirkung von Steinen gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis. Bei Beschwerden gehört der Weg zur Ärztin oder zum Arzt, nicht zum Stein.

Der Name kommt von griechisch „adámas“, „unbezwingbar“. Schon in der Antike wurden dem Diamanten magische Kräfte nachgesagt, weshalb man ihn als Talisman trug; Plinius beschrieb zugleich seinen Gebrauch als Werkzeug. Als man im 13. Jahrhundert lernte, ihn zu schleifen, lehnte man das in Indien ab — der Stein verliere dabei seine Kraft.

Überliefert als Talisman, ungeschliffen getragen.

Woher diese Angaben kommen: das Chakra folgt in der Steinheilkunde der Leitfarbe; der Monatsstein folgt der heute gebräuchlichen Liste des GIA (Stand 2019). Die Herleitung steht offen da, weil eine Ableitung keine Überlieferung ist — mehr dazu im Himmelsregister.

Die Farbe

Farblos ist nicht weiß, sondern durchlässig: Licht geht hindurch, statt zurückgeworfen zu werden. In der Farbenlehre hat Durchsichtigkeit deshalb keinen Farbwert, sondern einen Lichtwert.

Die Zuordnung zum Chakra folgt in der Steinheilkunde der Farbe. Wir legen diese Ableitung offen, statt sie als überliefertes Einzelwissen auszugeben — alle Steine nach Chakra.

Sein Ton

963 Hz · Tonsilbe Si · Kronenchakra (Sahasrara)

Die Hörprobe ist ein erzeugter Ton, kein aufgenommenes Instrument: Grundton mit zwei Obertönen, nachgemessen auf die angegebene Frequenz. Woher die Frequenzen kommen

Sehen

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Varietäten

Bortz

Quellen

Weiterlesen

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