geomaneo
Bild: Robert M. Lavinsky · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

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Zirkon

Mineral

Die älteste bekannte Substanz der Erde — einzelne Körner sind 4,4 Milliarden Jahre alt.

  • Chemische FormelZrSiO₄
  • MineralklasseSilikate und Germanate – Inselsilikate (Nesosilikate)
  • KristallsystemTetragonales Kristallsystem
  • Härte (Mohs)7,5
  • Dichte4,65 g/cm³
  • Farbegewöhnlich braun und braunrot, seltener gelb, grün, blau und farblos
  • StrichfarbeWeiß
  • GlanzGlas- bis Diamantglanz, auf Bruchflächen Fettglanz; Fettglanz, wenn metamikt
  • Transparenzdurchsichtig bis undurchsichtig (opak)
  • Spaltbarkeitsehr unvollkommen nach {100}
  • Bruchmuschelig; spröde
  • Strunz-Systematik9.AD.30

Was es ist

Zirkon ist ein Zirconium-Silicat, das in kurzen, quadratischen Säulen mit pyramidaler Spitze kristallisiert. Als Schmuckstein fällt er durch hohe Lichtbrechung und starkes Farbenspiel auf; farblose Steine wurden vor dem Aufkommen synthetischer Alternativen als Diamantersatz geschliffen.

Seine eigentliche Bedeutung liegt in der Wissenschaft. Zirkon baut beim Wachsen Uran in sein Gitter ein, Blei jedoch nicht — jedes Blei, das man später darin findet, stammt also aus dem Zerfall des Urans. Damit ist der Kristall eine eingebaute Uhr. Weil er zudem extrem widerstandsfähig ist und Verwitterung, Transport und selbst Gebirgsbildung übersteht, überdauern Zirkonkörner ihre Muttergesteine. Die ältesten bekannten Körner aus den Jack Hills in Westaustralien sind rund 4,4 Milliarden Jahre alt und der einzige direkte Zeuge der frühesten Erde.

Das eingebaute Uran hat eine Nebenwirkung: Über geologische Zeiträume zerstört die Strahlung das Kristallgitter von innen. Solche metamikten Zirkone werden trüb, grünlich und weich. Erhitzen stellt die Ordnung teilweise wieder her — ein Verfahren, das auch zur Farbveränderung genutzt wird.

Technisch ist Zirkon das wichtigste Zirconiumerz; das Metall dient in Kernreaktoren als Hüllmaterial für Brennstäbe, weil es Neutronen kaum einfängt.

Verwechslungsgefahr Zirkon wird häufig mit Zirkonia verwechselt. Zirkonia ist ein künstlich hergestelltes Zirconiumoxid und hat mit dem natürlichen Mineral weder Zusammensetzung noch Struktur gemeinsam.

Woher es kommt

Australien · Indien · Sri Lanka · Südafrika · Vereinigte Staaten

Diese Länder sind aus dem Wikipedia-Artikel gelesen, nicht gewichtet: Sie sagen, wo der Stein vorkommt, nicht wie viel davon. Zu jedem Eintrag ist der Satz gespeichert, in dem er stand.

WeltkarteAustralienIndienSri LankaSüdafrikaVereinigte Staaten
Fundländer von Zirkon — 5 Länder. Jeder Punkt steht für ein Land, nicht für eine einzelne Fundstelle: Die Lage kommt aus der Länderkoordinate von Wikidata. Kartengrundlage: gemeinfrei, siehe Quellen.

Wie es entstand

Das Mineral kristallisiert aus erstarrender Schmelze — in der Tiefe langsam und grobkörnig, an der Oberfläche rasch und feinkörnig.

Die Bildungsart ist aus dem Wikipedia-Artikel gelesen: Es zählt das Bildungsmilieu, das dort zuerst genannt wird. Viele Minerale entstehen auf mehreren Wegen; der Satz, aus dem dieser Wert stammt, ist als Beleg gespeichert.

Wozu es dient

Was ihm zugeschrieben wird

Überlieferung, keine Wirkung. Was hier steht, gibt wieder, was in Steinheilkunde, Farblehre und Astrologie über die Jahrhunderte zugeschrieben wurde. Für eine gesundheitliche Wirkung von Steinen gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis. Bei Beschwerden gehört der Weg zur Ärztin oder zum Arzt, nicht zum Stein.

Theophrast nannte den Stein Lyncurion, Plinius beschrieb ihn ebenfalls. Der alte Name Hyazinth stammt aus der griechischen Mythologie — die Blume, die aus dem Blut des Jünglings Hyakinthos wuchs; ursprünglich bezeichnete er allerdings einen blauen oder violetten Stein.

Woher diese Angaben kommen: das Chakra folgt in der Steinheilkunde der Leitfarbe; der Monatsstein folgt der heute gebräuchlichen Liste des GIA (Stand 2019). Die Herleitung steht offen da, weil eine Ableitung keine Überlieferung ist — mehr dazu im Himmelsregister.

Die Farbe

Braun ist kein Spektralton, sondern verdunkeltes Orange. Es ist die Farbe von Erde, Holz und Gebranntem und gilt in der Farbenlehre als die bodenständigste aller Farben.

Die Zuordnung zum Chakra folgt in der Steinheilkunde der Farbe. Wir legen diese Ableitung offen, statt sie als überliefertes Einzelwissen auszugeben — alle Steine nach Chakra.

Sein Ton

396 Hz · Tonsilbe Ut · Wurzelchakra (Muladhara)

Die Hörprobe ist ein erzeugter Ton, kein aufgenommenes Instrument: Grundton mit zwei Obertönen, nachgemessen auf die angegebene Frequenz. Woher die Frequenzen kommen

Sehen

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Varietäten

Alwit Tschernobylit

Quellen

In Wasser

Zirkon ist in Wasser praktisch unlöslich — sehr beständiges Silikat. Er gibt nichts ab, und was nichts abgibt, verändert auch nichts. Was ins Wasser gehört und was nicht.

Weiterlesen

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