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Rauchquarz
Bild: Rock Currier · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons

Rauchquarz

Varietät · Varietät von Quarz

Braun bis fast schwarz gefärbter Quarz — die Farbe ist ein Strahlenschaden im Kristallgitter.

  • Chemische FormelSiO₂
  • MineralklasseOxide und Hydroxide
  • KristallsystemTrigonales Kristallsystem
  • Härte (Mohs)7
  • Dichte2,585 g/cm³
  • Farberauchgrau, braun bis schwarzbraun (Morion)
  • StrichfarbeWeiß
  • GlanzGlasglanz auf Prismenflächen, Fettglanz auf Bruchflächen
  • Transparenzdurchsichtig bis undurchsichtig
  • Spaltbarkeitkeine
  • BruchMuscheliger Bruch
  • Strunz-Systematik4.DA.05

Einige Angaben gelten für das Stammmineral Quarz — Rauchquarz ist eine Varietät davon und teilt seine Kristallstruktur.

Was es ist

Rauchquarz reicht von hellem Rauchgrau bis zu einem Braunschwarz, das kaum noch Licht durchlässt; die dunkelste Form heißt Morion. Anders als bei den meisten farbigen Mineralen steckt hier kein farbgebendes Element im Gitter, sondern ein Defekt: Aluminium hat einzelne Siliciumplätze eingenommen, und natürliche Radioaktivität aus dem Nebengestein hat daraus ein Farbzentrum gemacht. Erhitzen löscht die Farbe wieder aus, erneute Bestrahlung bringt sie zurück.

Deshalb findet man Rauchquarz besonders häufig dort, wo granitisches Gestein mit erhöhtem Uran- und Thoriumgehalt ansteht — in den Alpen, im Schweizer Tessin, in den Pegmatiten Brasiliens und in Schottland, wo die gelbbraune Varietät als Cairngorm ihren eigenen Namen bekam.

Im Handel ist Vorsicht angebracht: Farblose Quarze lassen sich künstlich bestrahlen und werden dann als Rauchquarz verkauft. Solche Steine sind oft auffallend gleichmäßig und tiefschwarz gefärbt, während natürliche Stücke zur Spitze hin dunkler werden.

Quellen